DIE LINKE KV Neumarkt: Mietenwahnsinn erreicht Neumarkt – DIE LINKE fordert radikalen Kurswechsel
13.08.2026 – Neumarkt
Wohnen in Neumarkt wird immer mehr zum unbezahlbaren Luxus. Das belegen die aktuellen Antworten der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE (BT-Drucksache 21/5973). Demnach kletterten die durchschnittlichen nettokalten Angebotsmieten im Internet in Neumarkt im Jahr 2025 auf mittlerweile 11 Euro je Quadratmeter. „Allein von 2024 auf 2025 stieg dies um 8% und damit gehört Neumarkt zu den 10 Landkreisen und kreisfreien Städten mit der höchsten Steigerungsrate.“
Besonders dramatisch: Laut den offiziellen Regierungsdaten müssen in Bayern bereits 33 Prozent aller Mieterhaushalte mindestens ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aufbringen – 16 Prozent der Haushalte werden sogar mit einer Mietbelastung von über 40 Prozent komplett erdrückt. Gleichzeitig schrumpft der Bestand an echten Sozialwohnungen im Freistaat seit Jahren kontinuierlich.
Hierzu erklärt Florian Kratzer:
„Wohnen ist auch bei uns in Neumarkt zur größten sozialen Existenzfrage geworden. Die Preise fressen die Löhne der Menschen förmlich auf. Ein solcher Wohnungsmarkt vertreibt die Menschen aus ihrem vertrauten Wohnumfeld. Das Problem wird sich nicht durch noch mehr Alibi-Bürokratieabbau für Luxussanierer lösen. Der Markt vermag es ganz offensichtlich nicht, angemessenen Wohnraum für die Menschen bereitzustellen. Es ist die Pflicht des Staates, das Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum mit harten Regeln durchzusetzen. Und auch die Wohnungen durch die BayernHeim GmbH sind dabei nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“
DIE LINKE fordert für Neumarkt und auf Bundesebene einen sofortigen, radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik. Dazu gehören ein gesetzlicher Mietenstopp, das strikte Verbot von Indexmieten sowie massive staatliche Investitionen. „Die Bundesregierung muss endlich Geld in die Hand nehmen für kommunale Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften vor Ort, um Wohnraum dauerhaft in öffentlicher Hand zu sichern und der Spekulation zu entziehen. Der Immobilienlobby gehört ein Riegel vorgeschoben“, so Florian Kratzer abschließend.