Aktionstag Suchtberatung – Diakonie NAH e.V. ist dabei

05.11.2026 – Neumarkt

 „Suchtberatung- nah, wirksam, unverzichtbar!“ So lautet der Titel des diesjährigen Aktionstag Suchtberatung, der jährlich von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) initiiert wird und der dieses Jahr am 12.11. stattfindet. 
 
Die rund 1400 Suchtberatungsstellen in Deutschland beraten, begleiten und unterstützen jährlich mehr als eine halbe Million Menschen.
 
„Wir bieten vor Ort eine unverzichtbare Hilfe an für Menschen, die suchtgefährdet sind oder eine Abhängigkeitserkrankung haben,“ erläutert Gina Lübbecke, Sozialpädagogin an der Suchtberatung Diakonie NAH e.V. in Neumarkt. „Und auch für Angehörige, also beispielsweise Eltern, Kinder oder auch Arbeitgeber, sind wir als Ansprechpartner vor Ort da.“ Nadine Braun, die als Psychologin ebenfalls an der Suchtberatung tätig ist, ergänzt. „Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag sowohl für die Menschen auf individueller Ebene, aber auch auf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene, z.B. durch die Vermeidung von Gesundheitskosten oder durch den Erhalt der Arbeitsfähigkeit.“
 
Suchtberatungsstellen übernehmen hierbei vielfältige Aufgaben. Neben der direkten Arbeit mit Klientinnen und Klienten geht es auch darum, Hilfsnetzwerke vor Ort zu schaffen und zu stärken, suchtspezifische Themen in der Öffentlichkeit zu platzieren und Stigmata und Vorurteile rund um das Thema Sucht abzubauen. „Der Aktionstag Suchtberatung dient dazu, deutschlandweit auf den Stellenwert der Suchtberatungsstellen aufmerksam zu machen,“ erklärt Kathrin Haag, Sozialpädagogin an der Suchtberatung. 
 
Doch trotz der gesellschaftlich relevanten Aufgaben, die Suchtberatung übernimmt, zeigt eine Befragung der DHS zur Lage von Suchtberatungsstellen, die im September 2026 veröffentlich wurde, dass bei 76,9 Prozent der befragten Stellen die Finanzierung nicht kostendeckend oder noch ungeklärt war. Nur 12,7 Prozent der befragten Stellen gehen von einer gesicherten Finanzierung aus. „Zugleich steigen bei uns die Beratungsbedarfe und die Komplexität der Fälle, während die Budgets nicht an die steigenden Personal- und Sachkosten angepasst werden,“ berichtet Braun. Mit dem jährlich stattfindenden Aktionstag macht die DHS auf diesen Umstand aufmerksam und fordert eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung der Suchtberatungsstellen. 

 
 
Foto (Renate Hüttl): v.l. Kathrin Haag, Nadine Braun, Gina Lübbecke (alle Suchtberatung der Diakonie NAH e.V.) 

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