Neue Leiterin des Bayerischen Landesamts für Pflege ins Amt eingeführt

26.10.2026 – Amberg

Gesundheits- und Pflegeministerin Gerlach: Landesamt ist unverzichtbarer Baustein für die Pflege in Bayern

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach hat am Montag in Amberg Simone Stelzl offiziell in ihr Amt als Leiterin des Bayerischen Landesamts für Pflege (LfP) eingeführt. Grund für den Wechsel an der Spitze des Landesamts ist der anstehende Ruhestand des bisherigen Präsidenten, Bernhard Scheibl. Aus diesem Anlass betonte die Ministerin: „Mit Simone Stelzl gewinnen wir eine erfahrene Führungspersönlichkeit für das Landesamt für Pflege. Aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeiten ist sie bereits mit zahlreichen Aufgabenfeldern des LfP vertraut. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche ihr für ihre neue Aufgabe viel Erfolg. Dem bisherigen Präsidenten Bernhard Scheibl danke ich herzlich für seine engagierte Arbeit in den vergangenen zwei Jahren.“

Simone Stelzl ist gebürtige Oberpfälzerin. Sie kommt aus dem Landkreis Cham und war zuvor unter anderem bei der Regierung der Oberpfalz tätig. Dort übernahm die Juristin im Jahr 2015 die Leitung und den Aufbau der neu geschaffenen Zentralen Ausländerbehörde Oberpfalz. Zuletzt leitete sie das Sachgebiet „Soziales und Jugend“. In diesem Zusammenhang kam sie bei verschiedenen Förderverfahren sowie bei der Fachaufsicht über die Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) bereits umfassend mit den Aufgaben des LfP in Berührung.

Stelzl erklärte: „Pflege ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Der demografische Wandel, der damit wachsende Unterstützungsbedarf und die Sicherung qualifizierter Fachkräfte stellen uns vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, verlässliche Strukturen im Bereich der Pflege weiterzuentwickeln und Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und auch professionell Pflegende so gut wie möglich zu unterstützen. Dazu leistet das Bayerische Landesamt für Pflege einen wichtigen Beitrag, und ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesamts die anstehenden Aufgaben anzugehen und die Pflege in Bayern weiter voranzubringen.“

Gerlach unterstrich: „Das Landesamt für Pflege ist mit seinem breiten Aufgabenspektrum ein unverzichtbarer Baustein für die Gestaltung der Pflege in Bayern. Es ist ein geschätzter und versierter fachlicher Partner in allen Fragen rund um die Pflege. Ob bei der Bayerischen Demenzstrategie, beim Pflege-SOS Bayern, beim Landeskompetenzzentrum PFLEGE-DIGITAL Bayern, bei der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation mit Hilfe der Initiative Klartext Pflegedokumentation (IKP) oder in der Hospiz- und Palliativversorgung: Das LfP unterstützt die Bürgerinnen und Bürger sowie die Akteure in der Pflegepraxis und trägt dazu bei, die pflegerische Versorgung im Freistaat weiterzuentwickeln.“

Eine zentrale Rolle spielt das LfP auch bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Gerlach erläuterte: „Das LfP hat eine Schlüsselrolle bei der Beschleunigung der Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegefachkräfte und bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen weiterer Gesundheitsfachberufe inne. Mit der ‚Fast Lane‘ haben wir eine echte Erfolgsgeschichte geschrieben. Seit Juli 2023 werden die Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegefachkräfte zentral, digitalisiert und beschleunigt am LfP bearbeitet. Im Jahr 2025 folgten die Pflegefachhelfer und die weiteren Gesundheitsfachberufe.“

Die Ministerin ergänzte: „Die ‚Fast Lane‘ zeigt, dass wir Verwaltung modern, schnell und bürgernah gestalten können. Wir signalisieren den Menschen, die zu uns kommen, dass sie gebraucht werden, und dass wir es ihnen so einfach wie möglich machen möchten, ihre Qualifikation prüfen zu lassen und anschließend in die Versorgung einzubringen. Bayern geht damit als Vorbild für ganz Deutschland voran.“

Gerlach betonte zudem die Bedeutung der Förderverfahren: „Die zahlreichen bayerischen Förderprogramme wie ‚PflegesoNah‘ oder der Hebammenbonus sowie die schnelle Integration dringend benötigter Fachkräfte in den Arbeitsmarkt sind Teil des Fundaments unseres Gesundheits- und Pflegesystems. Gerade in Zeiten knapper Haushalte ist es wichtig, die notwendigen Strukturen verlässlich weiterzuentwickeln und die verfügbaren Mittel gezielt einzusetzen. Ich bin überzeugt, dass die Förder- und Anerkennungsverfahren am LfP künftig weiter an Bedeutung gewinnen werden.“

Das LfP mit Sitz in Amberg beschäftigt knapp 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist eine dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention nachgeordnete Behörde. Mit seiner Gründung im Jahr 2018 war Bayern Vorreiter: Der Freistaat hat als erstes Bundesland ein eigenes Landesamt geschaffen, das sich um die Belange der Pflege kümmert.

Weitere Informationen zu den Aufgaben des Landesamts für Pflege finden sich unter https://www.lfp.bayern.de/.

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