Kunstmatinee im Museum Lothar Fischer
22.10.2026 – Neumarkt
Kunstmatinee am 29. Oktober 2026, 10.30 Uhr im Museum Lothar Fischer
„Eva“ mal fünf - Dr. Selima Niggl erläutert Lothar Fischers berühmte SPUR-Plastik
und ihre verschiedenen Versionen.
Ein Tonoriginal, zwei Bronzen, zwei Tonabdrücke: fünf Exemplare von Lothar Fischers „Eva“ können derzeit im Museum Lothar Fischer nebeneinander betrachtet und verglichen werden. Keines gleicht dem anderen.
1963 formte der Bildhauer das Tonoriginal seiner „Eva“. Gerade erst hatte er begonnen, in brennbarem Ziegelton zu arbeiten. Damit war der Grundstein gelegt für seine typische Vorgehensweise, Plastiken in Ton zu erstellen, um einen Teil davon als Auflage gießen zu lassen. In Einzelfällen - wie z. B. bei der „Eva“ nahm er zusätzlich Tonabdrücke ab.
Vor den Originalen erklärt die Kunsthistorikerin, was sonst nur schwer zu vermitteln ist. Wie unterscheidet sich ein früher Bronzeguss aus den 1960er Jahren von einem späten? Was verändert sich zwischen einem frühen Tonabdruck der Entstehungszeit und einem späteren? Und was verrät das alles über Fischers bildhauerische Praxis und sein Verhältnis zum Markt? Oberfläche, Farbigkeit und die Spuren der Hand lassen sich nicht abbilden. Man muss davorstehen.
Grundlage der Matinee ist die gerade erschienene Publikation „Material und Technik in der Bildhauerei“, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Bildhauermuseen und Skulpturensammlungen e.V., für den Selima Niggl einen Textbeitrag über Fischers „Eva“ verfasst hat.
Teilnahmegebühr 5 €, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Lothar Fischers Tonplastik „Eva“ von 1963. Foto: Andreas Pauly