Der BR auf den 60. Internationalen Hofer Filmtagen
15.10.2026 – Bayern
Vier BR-Produktionen im Programm / Bayern 2 ist Medienpartner / Umfangreiche Berichterstattung in TV, Hörfunk und online
Die Internationalen Hofer Filmtage feiern vom 20. bis 25. Oktober 2026 ihr 60-jähriges Jubiläum. Der Bayerische Rundfunk ist dem Traditionsfestival auf vielfältige Weise verbunden: Bayern 2 begleitet die Filmtage als Medienpartner und im Programm, BR24 Audio sendet eine Live-Diskussionsrunde aus Hof, im BR Fernsehen und in der ARD Mediathek berichten kinokino und die aktuellen Sendungen. Der BR ist Mitstifter des "Förderpreis Neues Deutsches Kino". Zudem werden in Hof vier BR-(Ko-)Produktionen zu sehen sein. Online sind zahlreiche Filme auch nach dem Festival noch bis 1. November abrufbar.
Förderpreis Neues Deutsches Kino
Am Donnerstag, 22. Oktober 2026 wird in der Freiheitshalle in Hof der von Bavaria Film, Bayerischem Rundfunk und DZ Bank gestiftete "Förderpreis Neues Deutsches Kino" verliehen. Durch die Veranstaltung führt BR-Moderatorin Christina Wolf. Die Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen von Filmschaffenden bei ihrem ersten bis dritten langen Spielfilm deutscher Produktion. In diesem Jahr sind zehn Filme nominiert, eine unabhängige Jury entscheidet über die Auszeichnung.
Umfangreiche Berichterstattung
Der Bayerische Rundfunk berichtet über die Hofer Filmtage in kinokino, dem Filmmagazin des Bayerischen Rundfunks, das im BR Fernsehen, in 3sat, in der ARD Mediathek und auf kinokino.de zu sehen ist. Außerdem wird schwerpunktmäßig bei Bayern 2 im Hörfunk, in den aktuellen TV-Sendungen Abendschau und Frankenschau sowie auf allen Ausspielwegen des Nachrichtenangebots BR24 berichtet.
Eine Auswahl der Sendungen in der Übersicht
Im Fernsehen
kinokino Vorab-Beitrag zu den Hofer Filmtagen, BR Fernsehen, 20. Oktober, 23.30 Uhr, (3sat, 20. Oktober, 21.45 Uhr) und in der 3sat und ARD Mediathek.
kinokino Extra: 60. Internationale Hofer Filmtage mit den Höhepunkten und Preisen, BR Fernsehen, 25. Oktober, 23.05 Uhr und in der 3sat und ARD Mediathek.
Das BR Fernsehen zeigt zu den Hofer Filmtagen am 21. Oktober ab 0.45 Uhr die Kurzfilmnacht "Die Welt danach". Alle gezeigten Kurzfilme sind auch in der ARD Mediathek abrufbar.
Im Hörfunk
BR24 Radio
Sonntag, 25. Oktober, 11.05-12.00 Uhr: "Sonntags um 11" live von den Internationalen Hofer Filmtagen. Thema der Diskussionsrunde: "KI im Film: Künstlerische Chance oder Jobkiller?" Das Publikum in der Bürgergesellschaft in Hof kann mitdiskutieren. Moderation und Redaktion: Anja Volkmeyer, Publikumsreporter: Benny Riemer.
Bayern 2
Aktuelle Berichterstattung in Bayern 2 Die Welt am Morgen (Mo-Fr, 06.05-09.00 Uhr), Bayern 2 Kulturleben (Mo-Fr, 14.04-15.00 Uhr) und Bayern 2 Stadt Land Leute (Mo-Fr, 13.04-14.00 Uhr)
Dienstag, 20. Oktober 2026, Bayern 2 Die Welt am Morgen: "60 Jahre Hofer Filmtage - Blick zu den Anfängen und aufs Programm", Beitrag von Annerose Zuber
Mittwoch, 21. Oktober 2026, Bayern 2 Stadt Land Leute: "Porträt über die langjährige Organisationsleiterin Christine Walther" von Annerose Zuber
Freitag, 23. Oktober 2026, Bayern 2 Kulturleben: Gespräch mit Thorsten Schaumann, künstlerischer Leiter der Internationalen Hofer Filmtage
Samstag, 24. Oktober 2026, 19.05-20.00 Uhr, Bayern 2 Zündfunk: Zündfunk Stadtwerke live aus dem Galeriehaus in Hof von den Internationalen Filmtagen, mit Achim Bogdahn
BR-Koproduktionen im Programm der Hofer Filmtage:
"Vaterland oder Ein Bule Namens Yanto"
Kurzfilm, 24 Minuten
Vorstellungszeiten: Mittwoch, 21. Oktober, 17.00 Uhr, Central 1; Donnerstag, 22. Oktober, 12.45 Uhr, Central 1; Freitag, 23. Oktober, 17.00 Uhr, Arts Avenue
Regie und Drehbuch: Berthold Wahjudi
Darstellende: Aggai Saibuma, Sarah Muckarin Röser u. a.
Redaktion: Natalie Lambsdorff (BR), redaktionelle Mitarbeit: Theodor Fusban (BR)
Produktion: madfilms (Produzenten: Jonas Egert, Sylvain Cruiziat) in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk, aftersun creative, Allergikerfilm, in Zusammenarbeit mit Hochschule für Fernsehen und Film München, gefördert von FFF Bayern
Als der Deutsch-Indonesier Yanto (Aggai Saibuma), nach Yogyakarta reist, um seine kleine Schwester Sara (Sarah Muckarin Röser) zu besuchen, rechnet er mit einem einfachen Wiedersehen. Doch als er merkt, dass sie dort viel besser reinpasst als er, entstehen Gefühle des Ausgeschlossenseins, mit denen er in Indonesien nicht gerechnet hat. So machen Sara und ihr Freund Witze über sein westliches Aussehen und Verhalten, die ihn härter treffen, als sie sollten, und auf der Straße wird er von einer Gruppe Schuljungs umringt, die unbedingt ein Foto mit ihm - einem Fremden - machen wollen. Erst der Besuch bei ihrer indonesischen Tante kann die Spannungen zwischen Yanto und seiner Schwester lösen, und Yanto erlebt in dieser familiären Oase zum ersten Mal eine Form von Zugehörigkeit, die nicht in Frage gestellt wird.
"Alpha Alice"
Kurzfilm, 23 Minuten
Vorstellungszeiten: Freitag, 23. Oktober, 20.15 Uhr, Central 1; Samstag, 24. Oktober, 15.00 Uhr, Central 3; Samstag, 24. Oktober, 22.30 Uhr, Arts Avenue; Sonntag, 25. Oktober, 13.15 Uhr, Arts Avenue
Regie und Drehbuch: Olivia Nigl
Darstellende: Franziska Annekonstans Winkler, Christian Heiner Wolf, Aleksandra Zamon, Martina Lucente u. a.
Redaktion: Natalie Lambsdorff (BR), redaktionelle Mitarbeit: Theodor Fusban (BR)
Produktion: Hochschule für Fernsehen und Film München in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk und freundlicher Unterstützung des Freundeskreis der HFF e.V.
Die schüchterne Alice (Franziska Annekonstans Winkler) kommt für ihr Studium nach München und findet keine Wohnung. Aus der Not heraus geht sie auf das ungewöhnliche Angebot von Olaf (Christian Heiner-Wolff) ein, der sich von seiner neuen Mitbewohnerin als Sklave behandeln lassen möchte. Zunächst fremdelt Alice mit der ungewohnten Dynamik, denn privat ist sie zurückhaltend und unsicher. Doch in der neuen Rolle entdeckt sie eine Seite an sich, die sie bisher nicht kannte. Während Olaf Halt und Struktur in der Unterordnung sucht, beginnt Alice, Kontrolle zu übernehmen, erst über ihn, dann auch über ihr eigenes Leben. Zwischen den beiden entwickelt sich eine unerwartete, fragile Freundschaft, die von Vertrauen, Nähe und gegenseitigem Wachstum geprägt ist.
"Blöde Kuh"
Kurzfilm, 19 Minuten
Vorstellungszeiten: Donnerstag, 22. Oktober, 16.00 Uhr, Arts Avenue; Freitag, 23. Oktober, 14.30 Uhr, Arts Avenue; Samstag, 24. Oktober, 20.15 Uhr, Central 3; Sonntag, 25. Oktober, 13.00 Uhr, Central 3
Regie und Drehbuch: Theresa Rehe
Darstellende: Katharina Leonore Goebel, Marie Victoria Böres, Jakob Maximilian u. a.
Redaktion: Claudia Gladziejewski (BR)
Produktion: Hochschule für Fernsehen und Film München in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk
Die alleinerziehende Mutter Nina (Katharina Leonore Goebel) verbringt die Sommerferien mit ihrer Tochter Jana (Marie Victoria Böres) auf einer Alm in den Bergen. Während Nina sich täglich der körperlich schweren Stallarbeit stellt, langweilt sich Jana zwischen den Kühen und fordert `richtigen Urlaub` mit ihrem Papa. Nina balanciert unermüdlich auf dem schmalen Grat zwischen Zuwendungsbedürfnis und pubertären Befreiungsschlägen ihrer Tochter und will Jana neue Freiheiten geben, ohne die innige Verbindung zu ihr zu verlieren.
"Lily Brett: Lachen gegen das Grauen"
Dokumentarfilm, 60 Minuten
Vorstellungszeiten: Mittwoch, 21. Oktober, 16.30 Uhr, Central 3; Donnerstag, 22. Oktober, 12.00 Uhr, Freiheitshalle, Großes Haus; Freitag, 23. Oktober, 15.00 Uhr, Central 1; Sonntag, 25. Oktober, 20.15 Uhr, Central 3
Regie und Buch: Anke Sterneborg, Irene Höfer
Redaktion: Sylvia Griss (BR/ARTE)
Produktion: Medea Film Factory (Produzentin: Irene Höfer) im Auftrag von Bayerischer Rundfunk, in Zusammenarbeit mit ARTE
1948 sitzt ein kleines Mädchen strahlend in einem Pariser Karussell. Sie kann es nicht fassen, denn zum ersten Mal erlebt sie hier ein Stück unbeschwerte, euphorische Kindheit. Lily Brett ist Tochter von Eltern, die beide den Holocaust überlebt haben. Obwohl sie über die Gräuel, die sie traumatisiert haben, nicht sprechen können, spürt Lily früh das ungeheure Gewicht der Vergangenheit und geht ihm ein Leben lang literarisch auf den Grund. Zusammen mit ihrem Mann, ihren Kindern, ihren Enkeln steigt dieses intime Porträt zwischen Trauma und Überleben auf das Karussell ihres Lebens.