Callcenterbetrüger sind mit Schockanruf erfolgreich

16.09.2026 – Ingolstadt

  • Warnung vor Betrugsmasche
  • Zeugenaufruf der Kriminalpolizei Ingolstadt
  • Präventionstipps der Kriminalpolizei 

Am gestrigen Dienstag, den 15.09.2026, haben Callcenterbetrüger eine 80-jährige Ingolstädterin im Konradviertel mittels eines Schockanrufs um Bargeld und Münzen gebracht.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise.

Die Rentnerin erhielt am Abend einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Über das Telefonat hinweg wurde ihr von mehreren Personen mitgeteilt, dass ihr Sohn im Krankenhaus wäre und er eine Krebsdiagnose erhalten habe. Nun würde Geld für Medikamente benötigt werden.

Die Ingolstädterin wurde aufgefordert Bargeld und Wertgegenstände für eine Übergabe vorzubereiten, was sie in ihrem Schrecken sofort tat.

Bereits kurze Zeit später klingelte an der Wohnungstür einer der Betrüger. Die Dame übergab Bargeld im mittleren vierstelligen Bereich, sowie verschiedene Wertmünzen. Der Tatverdächtige entfernte sich anschließend in unbekannte Richtung. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolglos.

Der Tatverdächtige kann wie folgt beschrieben werden:

  •     scheinbares Alter: 30 Jahre
  •     165 cm groß und kräftig
  •     west-/nordeuropäisches Erscheinungsbild
  •     sprach Hochdeutsch
  •     trug eine dunkle Cap und dunkle Oberbekleidung
  •     entfernte sich in einem hellen Fahrzeug 

Die weiteren Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt übernommen.

Hinweise der Bevölkerung werden unter der Telefonnummer 0841/9343-0 entgegengenommen.  

Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt rät:

  •     Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!
  •     Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen preiszugeben!
  •     Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder sonstige Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Abholer!
  •     In Deutschland ist die medizinische Notfallbehandlung oder die lebensnotwendige Verabreichung von Medikamenten niemals von einer vorherigen Barzahlung oder Kautionsstellung abhängig!
  •     Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
  •     Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!
  •     Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110.
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