61-Jähriger aus Regenstauf wird Opfer von Anlagebetrug
14.09.2026 – Oberpfalz
Ein 61-jähriger Deutscher aus Regenstauf wurde im Zeitraum von September 2025 bis April 2026 Opfer eines Anlagebetrugs. Nachdem ihm auf einer vermeintlichen Trading-Plattform eine deutliche Wertsteigerung seiner zunächst geringen Einzahlung angezeigt wurde, überwies der Mann insgesamt mehrere zehntausend Euro an die bislang unbekannten Täter. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg geführt.
Der 61-Jährige erhielt im September 2025 per E-Mail eine Anzeige, in der für eine vermeintliche Geldanlage geworben wurde. Nach einer zunächst einmaligen Einzahlung von wenigen hundert Euro wurde dem Mann auf einer Internetplattform eine stetige Wertsteigerung seines angeblich angelegten Geldes angezeigt. Im weiteren Verlauf teilten ihm die bislang unbekannten Täter mit, dass sich auf seinem Konto mittlerweile ein Betrag von mehreren tausend Euro befinde. Für die Auszahlung des vermeintlichen Guthabens müsse er jedoch zunächst zehn Prozent der Auszahlungssumme überweisen. In der Folge erhielt der Geschädigte Zugang zu einem persönlichen sogenannten „Wallet“, über das er mehrere Teilzahlungen an eine ausländischen IBAN vornahm. Insgesamt überwies der Mann mehrere zehntausend Euro. Während des Tatzeitraums stand der 61-Jährige mit drei verschiedenen Personen in Kontakt. Die Kommunikation erfolgte über mehrere Messengerdienste. Vor kurzem erkannte der Geschädigte, dass er Opfer eines Betrugs geworden war, und erstattete Anzeige. Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall führt die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg.
Die Masche des sogenannten Anlagebetrugs ist weiterhin weit verbreitet. Betrüger werben häufig im Internet oder über soziale Medien mit angeblich lukrativen Anlagemöglichkeiten und hohen Gewinnversprechen. Tatsächlich dienen die angezeigten Gewinne oftmals lediglich dazu, die Geschädigten zu weiteren Investitionen zu bewegen. Ein Verlust des eingesetzten Geldes wird häufig erst erkannt, wenn Auszahlungen verweigert werden oder der Kontakt zu den vermeintlichen Anlageberatern abbricht.
Im Zusammenhang mit dieser Betrugsform gibt die Polizei folgende Tipps:
- Seien Sie stets misstrauisch bei verlockend wirkenden Angeboten, die "schnelles Geld" versprechen!
- Die Betrugsangebote erscheinen oft in vermeintlich seriösen Werbeanzeigen auf sozialen Netzwerken und führen zu betrügerischen Webseiten.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Die "Anbieter" versuchen ihre Opfer durch intensiven Kontakt per Telefon oder Messenger-Dienste zu beeinflussen!
- Informieren Sie sich über die Angebote, Anbieter und Plattformen, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen, oft liegen bereits Warnmeldungen, insbesondere der Bafin, vor!
- Geben Sie keine sensiblen Daten preis - wie z. B. Zugangsdaten zum Online-Banking oder zum Depot!
- Unter keinen Umständen sollten Sie einen Zugriff auf Ihren Computer oder Ihr Handy mittels Fernwartungssoftware ermöglichen!
- Halten Sie Rücksprache mit Familienangehörigen, Verwandten oder Freunden, die unter Umständen schon Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt haben!
- Beachten Sie: Wenn Sie Geld in Kryptowährungen wie z. B. Bitcoin tauschen und diese an fremde Wallets (digitale Geldbörsen) transferieren, ist eine Rückbuchung nicht möglich!