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Freistaat Bayern stärkt Hochschulstandort Amberg – Haushaltsausschuss bewilligt Nachtrag für Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen

16.07.2026 – Amberg

FREIE WÄHLER-Landtagsabgeordneter Bernhard Heinisch begrüßt die Entscheidung des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen des Bayerischen Landtags, den 3. Nachtrag für die baulichen Brandschutz- und energetischen Sanierungsmaßnahmen an den Bestandsgebäuden BA I und BA II der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden am Hochschulstandort Weiden zu bewilligen.

Im Zuge der laufenden Generalsanierung haben sich durch baulich bedingte Massen- und Ausführungsänderungen bei der Erneuerung der Brandmeldeanlage und der Teilerneuerung des Leitungsnetzes nun Mehrkosten in Höhe von rund 730.000 € ergeben. Die veranschlagten Mehrkosten können jedoch durch Einsparungen, die Inanspruchnahme bereits genehmigter Risikokosten und die Reduzierung bereits genehmigter Indexkosten vollständig kompensiert werden. Demzufolge bleibt es bei den bisher genehmigten Gesamtkosten des Bauvorhabens in Höhe von 8.990.000 Euro.

Die zusätzlichen Kosten wurden insbesondere durch bislang nicht erkennbare Mängel an der bestehenden Brandmeldeanlage erforderlich. Während der Erneuerung der Brandmeldezentrale und der Leitungsanlagen wurden erhebliche Defizite an der vorhandenen Infrastruktur festgestellt. Diese konnten erst nach dem Öffnen der Decken sowie im Rahmen einer eingehenden Untersuchung durch einen unabhängigen Sachverständigen festgestellt werden. Darüber hinaus machten aktuelle brandschutzrechtliche Anforderungen den vollständigen Austausch der Brandmeldezentralen erforderlich.

Die Bauarbeiten laufen derzeit planmäßig und werden teilweise während des laufenden Hochschulbetriebs durchgeführt. Die Planungs- und Bauleistungen sind bereits weit fortgeschritten, die erforderlichen Leistungen sind zu ca. 70 % beauftragt. Nach aktuellem Stand soll die Gesamtmaßnahme im Jahr 2028 abgeschlossen werden.

„Die OTH Amberg-Weiden ist ein unverzichtbarer Bildungs-, Forschungs- und Innovationsmotor für die nördliche Oberpfalz. Mit jeder Investition in den Hochschulstandort stärken wir nicht nur hervorragende Studien- und Arbeitsbedingungen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Wirtschaft. Deshalb ist jeder Euro, den der Freistaat hier investiert, eine Investition in die Zukunft unserer gesamten Region“, betont MdL Bernhard Heinisch

Heinisch weiter:

„Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Beteiligten – dem Staatlichen Bauamt, den Planern, den Fachingenieuren sowie den ausführenden Unternehmen. Die jetzt erforderlichen Anpassungen zeigen, wie wichtig eine vorausschauende Projektplanung ist. Dass bereits im Vorfeld ausreichende Risikopuffer eingeplant wurden und gleichzeitig durch äußerst wirtschaftliche Ausschreibungsergebnisse zusätzliche Einsparungen erzielt werden konnten, ist ein Beleg für das verantwortungsvolle und professionelle Projektmanagement. So konnten sämtliche Mehrkosten vollständig innerhalb des bestehenden Kostenrahmens aufgefangen werden.“


Die Änderungen im aktuellen Nachtrag Nr. 3 lassen sich wie folgt aufschlüsseln:


1.    Baulich bedingte Massen- und Ausführungsänderungen

a)    Erneuerung der Brandmeldeanlage (819.000 €)
Der vorgefundene bauliche Standard der Brandmeldeanlage ist nicht mehr mit den Anforderungen der aktuellen Vorschriften in Einklang zu bringen. Die Wirksamkeit der Leitungsanlage im Brandfall kann weder bestätigt, noch bei einer Prüfung vor Inbetriebnahme bescheinigt werden. Die unzureichende Bestandsdokumentation durch den damaligen Bauträger hat erhebliche Mängel an der Leitungsanlage in den Bestandsgebäuden BA I und BA II verdeckt. Diese Mängel traten erst beim Öffnen der Decken durch eine anschließende Untersuchung eines unabhängigen Sachverständigen zu Tage. Eine Prüfung des Bestandsnetzes zu Beginn, beziehungsweise während der Planungsphase war wegen des laufenden Hochschulbetriebs nicht möglich. Aufgrund der festgestellten gravierenden Schäden muss die Leitungsanlage erneuert werden.

Zwischenzeitlich hat der Hersteller die Brandmeldezentralen abgekündigt, sodass ein kompletter Austausch der Zentralen auf dem Campus erforderlich ist.

b)    Planungskosten Brandmeldeanlage (220.000 €)
Um den Betrieb der OTH nicht zu gefährden, müssen die geplanten Maßnahmen an der Brandmeldeanlage erweitert werden. Für die Umplanung der Brandmeldeanlage mitsamt des Leitungsnetzes fallen zusätzliche Planungskosten in den Fachbereichen Elektrotechnik und Hochbau an.

c)    Anteiliger Ansatz auf Risikoabruf (-198.974 €)
Soweit noch ein verbleibendes Volumen an bereits genehmigten und noch nicht in Anspruch genommenen Risikokosten vorhanden ist, können die Mehrkosten hieraus gespeist werden.

d)    Einsparungen (-110.000 €)
Aufgrund von niedrigen Submissionsergebnissen konnten Einsparungen im Projekt erzielt werden.

2.    Nicht in Anspruch genommener Indexkostenansatz PP

In der bisher genehmigten Projektplanung waren Indexkosten i.H.v. 854.950 € genehmigt. Aufgrund des aktuellen Baufortschritts wurde eine Neubewertung der Erforderlichkeit von Indexkosten vorgenommen. Die Wahrscheinlichkeit indexbedingter Mehrkosten wurde insbesondere aufgrund des fortgeschrittenen Vergabebestands sowie der aktuellen Konjunkturellen Lage als niedrig bewertet. Der Ansatz für indexbedingte Mehrkosten wurde daher in Höhe des vorliegenden Nachtrags um 730.026 € reduziert. Es verbleiben insoweit bereits genehmigte Indexkosten i.H.v. 124.924 Euro.

3.    Kosten des Nachtrags            0 €

Bisher festgesetzte Gesamtkosten:    8.990.000 €
Neue Gesamtkosten:            8.990.000 €

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