Das Nachrichtenportal für Neumarkt/OPf.
Mittwoch, 10.06.2026 / 07:51:14 Uhr
Neumarkt/OPf.

13° C

 Nachrichten / Überregional

Im Export top: Chancen und Risiken für die Region

11.05.2026 München / Regensburg.

Neue Studie zeigt den Warenexport als Eckpfeiler der bayerischen Wirtschaft. Die Oberpfalz und der Landkreis Kelheim sind besonders exportstark

Die Exportwirtschaft spielt für Bayern weiter eine enorm wichtige Rolle. Rund 18 Prozent der bayerischen Bruttowertschöpfung hängen direkt oder indirekt von Warenexporten ab, ergibt eine heute veröffentlichte Prognos-Studie im Auftrag des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). Im nationalen Vergleich bedeutet das Platz zwei hinter Baden-Württemberg (20 Prozent). „Die Ergebnisse zeigen sehr klar, wie stark Bayern vom Export profitiert. Gleichzeitig gilt: Wo Regionen besonders exportabhängig sind, sind sie auch besonders verwundbar“, betont BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred?Gößl.

Die Exportwirtschaft ist in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim ein zentraler Stabilitätsfaktor. Laut Prognos-Studie hängen überdurchschnittliche 18,8 Prozent der regionalen Bruttowertschöpfung direkt oder indirekt am Warenexport. „Hinter jedem exportierten Produkt steht ein Netzwerk aus regionalen Dienstleistern, Handwerksbetrieben und Zulieferern“, erklärt Dominique Mommers, Abteilungsleiterin International der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. So profitieren Metallbauer und Softwareentwickler gleichermaßen vom internationalen Erfolg der oberpfälzischen Industrie.

Jeder fünfte regionale Arbeitsplatz hängt am Export

Die internationale Verflechtung der Region spiegelt sich auch am Arbeitsmarkt: Rund 136.000 Erwerbstätige sind in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim direkt oder indirekt vom Export abhängig – bei insgesamt etwa 729.000 Erwerbstätigen hängt somit fast jeder fünfte Arbeitsplatz vom Welthandel ab. „Gleichzeitig verzeichnet die Region ein exportabhängiges Steueraufkommen mit rund 1,1 Milliarden Euro, was maßgeblich den finanziellen Spielraum für die lokale Daseinsvorsorge trägt“, so Mommers.

Chancen und Risiken

„Die Außenwirtschaft bleibt ein Wohlstandsmotor für die Oberpfalz und den Landkreis Kelheim“, betont Thomas Hanauer, Vorsitzender des IHK-Ausschusses International und Geschäftsführer der emz - Hanauer GmbH & Co KGaA in Nabburg. Gleichzeitig befinde man sich in einer Phase hoher Instabilität. „Als familiengeführtes Unternehmen mit Standorten unter anderem in Mexiko und China sehen wir, wie entscheidend verlässliche Regeln und praxistaugliche Zollprozesse sind. Stattdessen müssen wir uns zunehmend auf neue Handelsbarrieren, politische Unsicherheiten und immer komplexere Vorgaben einstellen. Das bindet Ressourcen und es bremst die internationale Expansion.“

Hanauers Appell: „Eine starke Wirtschaft braucht wieder mehr unternehmerische Freiheit durch den Abbau von bürokratischen Pflichten – national wie europäisch." Die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen mit einem breiten Beratungsangebot zum Markteinstieg in neue Auslandsmärkte sowie zum Zoll- und Außenwirtschaftsrecht. Darüber hinaus vernetzt sie die international tätigen Unternehmen miteinander.

Hier finden Sie Ihre IHK-Ansprechpartner International.

Die Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des BIHK finden Sie hier auf der BIHK-Webseite zum Download. 

« zurück


Diese Themen könnten Sie auch interessieren: