Bei der Digitalisierung regionales Know-how bündeln
15.05.2026 Regensburg.
Gemeinsam Rahmenbedingungen für digitales Wirtschaften verbessern: In der IHK bringt ein neuer Ausschuss für Digitalisierung Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen.
Künstliche Intelligenz, Cloud-Technologien und vernetzte Systeme bieten große Chancen für Effizienz, Produktivität und neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig stehen Unternehmen bei der Digitalisierung vor großen Herausforderungen, etwa wenn es um eine leistungsstarke IT-Infrastruktur, Cybersicherheit oder EU-Regulatorik geht. Im neuen Digitalisierungsausschuss der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim wird dieses Spannungsfeld ausgeleuchtet, und das von Expertinnen und Experten unterschiedlichster Unternehmen.
„Die digitale Transformation ist ein wesentlicher Treiber für die Veränderungen in der Wirtschaft. Sie erfasst alle Bereiche. Deshalb ist es wichtig, die Rahmenbedingungen für digitales Wirtschaften in der Region weiter zu verbessern und voneinander zu lernen“, sagte Thomas Hruby, Geschäftsführer der sysob IT-Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG in Schorndorf. Auf der Sitzung in der IHK wurde Hruby von den 37 Mitgliedern zum Ausschussvorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Alfred Rauscher, Geschäftsführer der R-KOM Regensburger Telekommunikationsgesellschaft mbH.
Digitalisierung praxistauglich machen
Der Ausschuss versteht sich als Impulsgeber und Sprachrohr der regionalen Wirtschaft in Fragen der digitalen Transformation. Inhaltlich stehen praxisorientierte und innovationsfreundliche Rechtsetzung, Daten- und IT-Sicherheit, breiter Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie Gestaltung von Veränderungsprozessen und Ausbau digitaler Kompetenzen bei Mitarbeitenden im Fokus. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass mit den richtigen Maßnahmen die Chancen der Digitalisierung noch stärker genutzt werden können. Zugleich müsse man sich aber auch gegen Risiken ausreichend absichern.
Zahl an Cyberattacken steigt
Zu wachsenden Bedrohungslagen durch Cyberattacken informierte die Ausschussmitglieder ein Referent des Cyber-Allianz-Zentrum des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz. So sei die Zahl der Hackerangriffe auf Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Diese verursachten allein im Jahr 2025 volkswirtschaftliche Schäden von rund 290 Milliarden Euro. Häufig seien Mitarbeitende durch sog. Phishing-Mails und Social Engineering – also Maßnahmen die Menschen manipulieren, um Schutzmaßnahmen zu umgehen – das Ziel der Angreifer. Neben ausreichender technischer IT-Sicherheitsmaßnahmen müssten daher auch Mitarbeiter regelmäßig sensibilisiert und geschult werden.
Daten gezielt nutzen
Daten sind Treibstoff der digitalen Transformation. Dabei liefern die Rohdaten allein noch keinen Mehrwert. Erst gezielte Aufbereitung und Analyse stiften Unternehmen Nutzen. Anhand von Praxisbeispielen zeigte Prof Dr. Tim Weber von der Technischen Hochschule Deggendorf, wie man durch Datenanalyse beispielsweise Kundenbedürfnisse und Konsumentenverhalten besser versteht oder Produktionsprozesse optimiert.


























