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Hubschrauberdachlandeplatz am Klinikum eingeweiht

01.12.2023 Neumarkt.

Deutliche Verbesserung der Patientenversorgung - 8. Bauabschnitt offiziell beendet

Nach einer knapp 18-monatigen Bauzeit enden die Bauarbeiten an dem Hubschrauberdachlandeplatz am Klinikum Neumarkt. In den kommenden Wochen wird hier der offizielle Betrieb starten und zu einer deutlichen Verbesserung der Patientenversorgung führen.

Landrat Willibald Gailler zeigt sich hocherfreut über den Abschluss dieser sehr komplexen Baumaßnahme. Mit dem Hubschrauberdachlandeplatz wird es zu einer weiteren Verbesserung in der Patientenversorgung kommen. Zukünftig entfallen die zeit- und personalbindenden Zwischentransporte. Denn für jeden Transport vom oder zum bodengebundenen Landeplatz war ein Rettungstransporter des BRK notwendig. Diese Kapazitäten stehen jetzt wieder für die reguläre Notfallversorgung zur Verfügung und verkürzen die Wartezeiten. Auch der Patient selbst profitiert durch schnellere und schonendere Verbringungen. Denn die zusätzlichen Umlagerungen vom oder zum Rettungstransporter stellen für ihn eine weitere körperliche Belastung dar. Und schlussendlich ist der Dachlandeplatz eine der noch fehlenden Voraussetzungen für das Klinikum Neumarkt zur Aufstufung in die – höchste – umfassende Notfallversorgung nach den Richtlinien des gemeinsamen Bundesausschusses. Ein weiterer Baustein zur langfristigen Sicherung der Klinikstandortes Neumarkt im Hinblick auf die bevorstehende Krankenhausstrukturreform.

Insbesondere dankte er Staatsminister Albert Füracker für die Finanzierung im Rahmen des Bayerischen Jahreskrankenhausbauprogrammes. Der Hubschrauberdachlandeplatz wurde im Rahmen des 8. Bauabschnittes zusammen mit der 2022 abgeschlossenen Erweiterung und Sanierung des Zentral-OP´s finanziert. Insgesamt wurden hier ca. 30 Mio. € verbaut, davon ca. 5 Mio. € für den Landeplatz.

Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, MdL, betonte: „Eine hervorragende Krankenhaus- und Notfallversorgung in allen Teilen Bayerns ist essenziell für gleichwertige Lebensverhältnisse! Mit der heutigen Eröffnung des Hubschrauberdachlandeplatzes kommen wir diesem klaren Ziel der Bayerischen Staatsregierung einen wichtigen Schritt näher. Ich freue mich, dass die Klinik- und Notfallversorgung im Landkreis Neumarkt auf modernsten Stand und für die Zukunft gerüstet ist! Der heutige Tag beweist: Der Freistaat bleibt ein starker Partner der bayerischen Krankenhausträger und leistet seinen zuverlässigen Beitrag für eine qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung in ganz Bayern.“

Die beiden Architekten Stefan Simon und Hans-Jürgen Distler erläuterten ausführlich diese sehr komplexe Baumaßnahme und den Zeitplan. Der Standort über dem A-Bau zeichnet sich durch eine logistisch perfekte Anbindung an das Notfallzentrum, Intensivstation, Zentral-OP und Herzkathetermessplatz aus, dadurch werden kurze Wege gewährleistet. Auch im Hinblick auf die laufenden Erweiterungsplanungen 29+x stellt der Standort eine wichtige Stütze in der Notfallversorgung dar. Bedingt durch Materialknappheit, den damit einhergehenden notwendigen Zulassungen für Ersatzstoffe sowie Nachbesserungen bei den Brandtests wurde die Maßnahme doch nicht unerheblich verzögert.

Jetzt sind die baulichen Maßnahmen am Landeplatz fertig gestellt und nach der luftrechtlichen Abnahme durch das Luftamt Nordbayern kann der Betrieb starten. Die Verantwortlichen um Klinikvorstand Markus Graf hoffen, dass dies baldmöglichst der Fall sein wird. Bevor er die geladenen Gäste zu einem Stehempfang bitte durfte wurden, erhielt das Gebäude noch den Segen durch die beiden Klinikseelsorger Pfarrerin Katharina Thoma und Pfarrer Wolfgang Butzer.

Wissenswertes und Technische Daten:

Flugbewegungen: ca. 250 p.a. (Flugbewegung = Begriff für Start + Landung)
Zulässiges Helikoptergewicht: max. 6 to
Höhe der Plattform: 454,29 m. ü. NN. > 32 m über der Oberfläche
Abmessungen: 30 x 30 m (ohne Fangnetze)
Stahl: ca. 90.000 kg
Aluminium: ca. 48.000 kg / 920 m²
Heizleitungen: ca. 2.000 m (elektrisch)
Befeuerungen: 45 Lampen
Verbindungsmittel: ca. 39.000 Einzelteile
Rohrleitungen: ca. 320 m
Architekturgewebe: ca. 150 m²
Dämmung: ca. 230 m²

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