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Stromtrasse: Der Weg vom Ministerpräsidenten zur Lachnummer ist nicht weit!

02.07.2015 Neumarkt, Landkreis.

Stromtrasse soll nicht durch das Nürnberger Land und den Landkreis Neumarkt führen.

Die Süd-Ost-Passage kommt und soll nunmehr – so eines der Ergebnis der Koalitionsrunde in Berlin  -  entlang des sog Ostbayernringes von Oberfranken und durch den Osten der Oberpfalz nach Landshut geführt werden.

Manche werden sich – so Bürgermeister Helmut Himmler in einer ersten Reaktion - freuen, dass die drohenden Monstertrassen nicht mehr durch das Nürnberger Land oder den Landkreis NM führen sollen.

Das werde  aber nichts an der Frage einer wirklichen und dezentralen Energiewende ändern. Der Korridor D sei hinsichtlich der Bedarfsnotwendigkeit nicht belegt. Daher würden die Konflikte weitergehen und jetzt insbesondere in der Regionen Landshut, Schwandorf, Weiden etc. vehement ausbrechen -  und das völlig zurecht!

Gestern habe die Strom- und Finanzlobby gewonnen - wie gewohnt.

Das Spiel sei aber nicht aus. Den privaten Stromkunden könne eine saftige Rechnung drohen, denn sie müssen die Gewinne der Netzbetreiber, der finanzierenden Banken und Versicherungen sowie der Stromkonzerne mitsamt deren Aktionären bezahlen - und die können gewaltig sein.

Daher hat die Stomtrassenthematik nach Einschätzung des Berger Bürgermeisters sehr viel mit den Interessen aller Bürgerinnen und Bürger zu tun - und eben nicht nur der Menschen in den von den Trassen bedrohten Dörfern.

Die Unterstützung der Bürgerinitiativen gehe nunmehr nach Ostbayern und dort werden sicher viele neue Initiativen gegründet.

Es sei durchaus möglich, dass in zwei Wochen oder vier Monaten neue Vorschläge präsentiert werden mit vielleicht alten, bekannten Trassenverläufen.

Man sei über die Politprosa aus Berlin oder München auch keineswegs verwundert!

Seehofer sei der große Verlierer im Stromtrassenkonflikt, denn seine vollmundigen Ankündigungen mit der Zielsetzung 2-X Trassen führe nun zum Ergebnis 2-0 und damit sei er gedemütigt aus dem Kanzleramt geschlichen. Himmler: „Der bayerische Löwe hat laut gebrüllt und wollte kraftvoll springen – ist aber als niedliches, schnurrendes Kätzchen im Schoße der Kanzlerin bzw. des Bundeswirtschaftsministers gelandet!“

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