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Kommunen leisten wichtigen Beitrag zur pflegerischen Versorgung

20.11.2023 Amberg.

Mitgestaltungsmöglichkeiten vor Ort waren Thema beim „Fachgespräch am LfP“
 
Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb leisten neben der sozialen Pflegeversicherung auch Länder und Kommunen nach dem Pflegeversicherungsgesetz einen wichtigen Beitrag zur pflegerischen Versorgung der Bevölkerung. Wie die Kommunen diese Versorgung vor Ort mitgestalten können, ist jetzt Thema beim „Fachgespräch am LfP“ gewesen.
 
„Die demografische Entwicklung stellt die Daseinsvorsorge im Bereich der pflegerischen Versorgung vor große Herausforderungen“, erläuterte der Leiter des Bayerischen Landesamtes für Pflege (LfP), Achim Uhl, zu Beginn des Fachgesprächs. „Der Bundesgesetzgeber reagierte auf diese Herausforderungen bereits mit den drei Pflegestärkungsgesetzen. Durch sie wurde unter anderem die kommunale Ebene gestärkt, die maßgeblich zur Versorgung pflegebedürftiger Menschen beiträgt.“ Mit dem Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz sei in diesem Jahr außerdem die Möglichkeit geschaffen worden, regionalspezifische Modellvorhaben für innovative Unterstützungsmaßnahmen und -strukturen für Pflegebedürftige und ihre An- und Zugehörigen vor Ort im Quartier zu fördern.
 
Auch Bayern setzt sich verstärkt mit dieser Thematik auseinander und hat 2022 gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände und dem LfP das Strategiepapier „Gute Pflege. Daheim in Bayern.“ zum Ausbau der Pflegeinfrastruktur entwickelt und beschlossen. Mit einem ganzen Maßnahmenbündel werden gemeinsam bedarfsgerechte pflegeorientierte Strukturen gestärkt und auch neue Strukturen geschaffen. Anfang Oktober 2023 ist dazu die neue Förderrichtlinie „Gute Pflege in Bayern“ in Kraft getreten, mit der bayerische Kommunen zusätzliche finanzielle Unterstützung zur Stärkung der häuslichen Pflege in ihren Sozialräumen erhalten können. Ziel Bayerns ist es, eine zukunftsfähige pflegerische Versorgungsstruktur in Bayern zu schaffen und Angebote für die Menschen mit Pflegebedarf und ihre Angehörigen zu entwickeln, die den Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen gerecht werden.
 
Im Fachgespräch ging es unter anderem um die Bedeutung dieser Entwicklung für die Kommunen. Impulsgeberin Christine Becker zeigte auf, welche Maßnahmen Kommunen bereits jetzt ergreifen, um die pflegerische und gesundheitliche Versorgung ihrer Bevölkerung zu unterstützen. Außerdem erläuterte sie, dass es durch staatliche Förderprogramme wie zum Beispiel „Heimat 2.0“ oder „Smart City“ bereits gute Beispiele aus der Praxis gebe.
 
„Nur, wenn alle Akteure eng zusammenarbeiten, kann die Versorgung pflegebedürftiger Menschen und auch die Unterstützung pflegender An- und Zugehöriger gelingen“, resümierte Achim Uhl. „Gemeinsames Ziel muss es deshalb sein, die Sozialräume so zu entwickeln, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich zuhause in ihrer familiären Umgebung selbstbestimmt leben können.“
 
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