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Großeinsatz am Main-Donau-Kanal: Frachter schlägt Leck

03.12.2022 Beilngries.

Am 03.12.2022 fuhr ein 61-jähriger slowakischer Schiffsführer mit seinem Gütermotorschiff, beladen mit 700t Raps, auf dem Main-Donau-Kanal von Bamberg nach Straubing zu Tal. Aufgrund menschlichen Fehlverhaltens kam er auf Höhe km 118,5 mit dem Bug ans rechte nautische Ufer.

Durch den Kontakt mit der Steinpackung entstand ein ca. 25 cm langes Leck in der steuerbordseitigen Außenhaut des Bugmaschinenraumes. Das zweite Besatzungsmitglied versuchte noch mit Bordmitteln das Wasser auszupumpen, da der Wasserspiegel im Bugmaschinenraum jedoch immer weiter anstieg verständigte der Schiffsführer im Oberwasser der Schleuse Berching die Feuerwehr.
 
Die eingesetzten Taucher konnten das Leck letztendlich notdürftig abdichten, die Höhe des Sachschadens lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Eine Fachfirma wird nun den Schaden beheben, sodass das Gütermotorschiff seine Fahrt fortsetzen kann.

Vor Ort waren die Feuerwehren Berching und Mühlhausen , das THW Kelheim und Neumarkt, die Wasserwacht Berching, Parsberg, Neumarkt sowie DLRG Neumarkt zwei RTWs, ein NEF,  die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst Neumarkt und die SEG Behandlung, Betreuung und Verpflegung BRK.
 

Fotos: Fabian Schreiner


 
Am Samstagmorgen kurz vor 8 Uhr wurden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Wasserwacht und Wasserschutzpolizei zu einer technischen Hilfeleistung an einem Frachtschiff auf der Bundeswasserstraße Main-Donau-Kanal alarmiert. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte konnten im Oberwasser der Schleuse Berching ein Frachtschiff feststellen, dass bereits an der Kanalmauer festgemacht hatte. Die erste Erkundung ergab eindringendes Wasser im Bugbereich des voll beladenen Frachtschiffes; durch eine Beschädigung in der Außenwand des Schiffes drang Wasser in ein Schott im Bugbereich ein. Umgehend wurde mit einer Fahrzeugpumpe und Tauchpumpen das eindringende Wasser durch die Feuerwehr abgepumpt und rasch ein Zustand erreicht, durch den mengenmäßig das stetig eindringende Wasser wieder herausgepumpt wurde.
 
Im weiteren Einsatzverlauf konnte das Leck in der Schiffsaußenwand durch Taucher der Wasserwacht lokalisiert und mit Abdichtausrüstung weitgehend abgedichtet werden. Neben der beschriebenen Sicherung des Frachtschiffes wurde durch die Einsatzkräfte vorbeugend, zum Schutz des Gewässers vor aus dem Schiff ausdringendem Öl, eine Ölsperre rum um das Schiff in den Kanal eingebracht. Hierzu kamen zwei Boote der Feuerwehr zum Einsatz. Zur Beseitigung von im inneren des havarierten Schiffsteils aufgeschwommenen Öl wurde die Fachgruppe Ölschaden des Technischen Hilfswerkes (THW) Kelheim hinzualarmiert, welche den Ölfilm mit einer speziellen Skimmerpumpe von der Oberfläche aufnahm und in vorbereitete Behältnisse abpumpte. Das BRK stellte die rettungsdienstliche Absicherung des bis weit in den Nachmittag hinein andauernden Einsatzes und die Verpflegung der in Spitze ca. 100 Einsatzkräfte sicher, das THW Neumarkt bereitet derzeit eine Ausleuchtung der Einsatzstelle vor.
 
Die Ursachenermittlung erfolgt durch die Wasserschutzpolizei Beilngries.
 
Text: Gottschalk
 
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