Gesunde Kommune - Gesundheit für den Landkreis Neumarkt
13.03.2026 Neumarkt / Landkreis.
AOK-Direktor Gerhard Lindner präsentierte Landrat Willibald Gailler und Dr. Christa Büchl, Leiterin des Gesundheitsamts, den aktuellen AOK Gesundheitsbericht, der aussagekräftiges Datenmaterial speziell zur Bevölkerung des Landkreises Neumarkt enthält.
Der Gesundheitsbericht stellt die Daten über dreizehn verschiedene Krankheitsbilder zur Verfügung, die unter anderem vom Lebensstil sowie dem Lebensumfeld der Menschen abhängen. „Als regionale Krankenkasse engagiert sich die AOK Bayern in der Gesundheitsförderung vor Ort und unterstützt Kommunen mit einer Analyse lokaler Daten zur gesundheitlichen Lage der Bevölkerung“, betont Gerhard Lindner. Die Zahlenreihen liefern einen Überblick zu verschiedenen Altersgruppen, einen Zeitverlauf von 2006 bis 2023 und einen Vergleich zum gesamten Bundesland Bayern.
Karin Germann-Bauer, Koordinatorin für Gesundheitsförderung bei der AOK Regensburg-Neumarkt, zeigte an ausgewählten Krankheitsbildern wie zum Beispiel Diabetes Typ 2 oder Demenz die Situation im Landkreis Neumarkt auf.
So lohnt sich unter anderem ein Blick auf das Thema Adipositas (starkes Übergewicht). Diese Diagnose ist mit zahlreichen Folgeerkrankungen verbunden. Für das Jahr 2023 zeigt der Gesundheitsbericht, dass 11,5 Prozent der AOK-Versicherten im Freistaat sich wegen ihres Übergewichts ärztlich behandeln lassen mussten. Im Landkreis Neumarkt lag der Anteil fast identisch bei 11 Prozent. Vor 10 Jahren waren es mit 9,6 Prozent aber noch weniger Patientinnen und Patienten im Landkreis (Bayern 10,8 Prozent).
Auffällig ist aber, dass die jungen Altersgruppen von 0 bis 14 und von 15 bis 24 Jahren durchgehend geringere Fallzahlen aufweisen als im gesamten Freistaat. Die Ausnahme bilden Mädchen und junge Frauen ab 15 Jahren: hier hat sich die Inzidenz auf einem höheren Wert eingependelt. Die Entwicklung der nächsten Jahre wird also Aufmerksamkeit fordern.
In den Auswertungen zeigen sich auch hohe Werte für die Diagnose Depression bei Frauen ab 65 Jahren. Es gibt zwar im Vergleich zum Bayernschnitt fast keine Abweichungen und Neumarkt steht im Vergleich zur Oberpfalz einen Prozentpunkt besser da: eine Betroffenheitsquote von fast einem Viertel der Frauen ab 65 und annähernd 30 Prozent bei Frauen ab 75 sind jedoch alarmierend und sollten vermehrte Aufmerksamkeit erhalten, insbesondere auch in Bezug auf die Themen Einsamkeit und Teilhabe.
AOK fördert kommunale Projekte
„Die Analyse der AOK zur gesundheitlichen Lage unserer Bürgerinnen und Bürger hilft dabei, den Bedarf an Gesundheitsförderung und Prävention besser einschätzen und passgenaue Angebote entwickeln zu können“, so Landrat Willibald Gailler. Die AOK unterstützt zudem mit ihrer finanziellen Projektförderung „Gesunde Kommune“ lokale Maßnahmen, die zu mehr Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger führen. Im Landkreis Neumarkt seien hier der „Garten der Stille“ in Freystadt und die Gelassenheitswege „Sieben Elemente“ im LGS-Park und „Neunmal Sinne“ mit Start am Krähentisch in Neumarkt genannt.
Von rechts: Gerhard Lindner und Karin Germann-Bauer (beide AOK), Landrat Willibald Gailler, Dr. Christa Büchl und Claudia Zölfl-Setschödi (beide Gesundheitsamt), Michael Gottschalk (Landratsamt) - Foto: Silvia Alzinger
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