Das Nachrichtenportal für Neumarkt/OPf.
Samstag, 09.05.2026 / 19:28:46 Uhr
Neumarkt/OPf.

19° C

 News

Gemeinsam in die Zukunft: Neumarkter Pfarreien ordnen Gottesdienste neu

16.04.2026 Neumarkt.

Für die katholischen Gläubigen in Neumarkt stehen zum 1. September bedeutende Veränderungen an. Mit dem Eintritt von Stadtpfarrer Norbert Winner in den Ruhestand werden die Pfarreien St. Johannes, Hofkirche, Heilig Kreuz und Pelchenhofen zu einem gemeinsamen Pastoralraum zusammengeführt. Die Leitung übernimmt Pfarrer Stefan Wingen zusätzlich zu seinen Aufgaben in der Hofkirche, Heilig Kreuz und Pelchenhofen. In diesem Zuge werden auch die Gottesdienstzeiten angepasst, wie Vertreter der Pfarrgemeinderäte nun vorstellten.
 
Gottesdienste als Herzensanliegen
 
„Wir haben im Auftrag der Diözese Eichstätt drei Jahre lang an einem gemeinsamen Pastoralkonzept für alle sechs Neumarkter Pfarreien gearbeitet“, berichtete Pfarrer Stefan Wingen, derzeit Sprecher der katholischen Stadtkirche Neumarkt. „Dabei hat sich gezeigt, dass die Feier der Gottesdienste den Menschen in unseren Pfarreien ein Herzensanliegen ist.“ Trotz personeller Engpässe soll diese Säule des kirchlichen Lebens lebendig bleiben. „Wir wollen an allen Kirchorten Gemeinschaften bieten, in denen Menschen Halt finden und ihren Glauben gemeinsam feiern können“, ergänzt Stadtpfarrer Norbert Winner. 
 
Verlässlichkeit und Präsenz vor Ort
 
Besonders am Herzen liegt Winner die Verlässlichkeit: Im Münster St. Johannes wird daher – außer samstags – weiterhin täglich um 8:00 Uhr die heilige Messe gefeiert. ‚Beständige Zeiten geben dem Glauben im Alltag einen festen Ankerplatz‘, betont Winner. Ein wichtiges Signal senden die Pfarreien auch in die Stadtteile: Statt das geistliche Leben rein auf die Innenstadtkirchen zu konzentrieren, werden bewusst die Standorte am Stadtrand gestärkt. So finden die zentralen Vorabendmessen künftig in Heilig Kreuz und St. Anna statt. „Uns ist es wichtig, dass die Kirche nah bei den Menschen bleibt und in der ganzen Stadt Präsenz zeigt“, so Winner weiter. Trotz der personellen Anpassungen sei das Angebot außergewöhnlich: Wenn künftig sonntags im Stadtgebiet 23 Messen gefeiert werden, bleibt die Vielfalt mit nur geringfügigen Änderungen nahezu vollständig erhalten. Ein besonderer Pluspunkt für die Gläubigen ist dabei: Die Gottesdienstordnung kommt auch künftig ohne kompliziertes Rollieren aus und jeder Kirchort behält seinen vertrauten Rhythmus.
 
Profilierte Angebote für alle Generationen
 
„In St. Johannes und der Hofkirche setzen wir am Sonntagvormittag auf ein klares und einladendes Profil“, erläutert Pfarrer Stefan Wingen. „Mit zwei aufeinander abgestimmten Messfeiern schaffen wir Räume für unterschiedliche Bedürfnisse: Eine frühe Messe pflegt die tiefe, klassische Tradition, während die spätere Feier durch ihre vielfältige Gestaltung eine Brücke zwischen den Generationen schlägt.“ Um auch den Abend als Ausklang des Sonntags festlich zu begehen, wird künftig die Hofkirche zum zentralen Ort für die Abendmesse. 
 
Rücksicht auf Haupt- und Ehrenamtliche
 
„Die Straffung der Gottesdienstzeiten entlastet auch unser Personal: „Wir entlasten damit unsere Mesner, Kirchenmusiker und die vielen ehrenamtlich Mitwirkenden, die Woche für Woche mit großem Herzblut im Einsatz sind‘, betont Pfarrer Stefan Wingen. Durch die Bündelung der Kräfte werde sichergestellt, dass die verbleibenden Feiern auch künftig mit der gewohnten Sorgfalt und musikalischen Vielfalt gestaltet werden können. Wingen unterstreicht: „Trotz dieser notwendigen Veränderung bieten wir in Neumarkt weiterhin eine beeindruckende Bandbreite an Orten, Zeiten und geistlichen Formaten an – so bleibt für jeden ein passendes Angebot in unserer Stadtkirche erhalten.‘“
 
Die neue Gottesdienstordnung im Überblick
 
Sonntagsgottesdienste werden künftig gefeiert: In St. Johannes um 8 Uhr und um 10 Uhr, in der Hofkirche um 9 Uhr und um 10:30 Uhr sowie abends um 18 Uhr, in Heilig Kreuz samstags um 18 Uhr und sonntags um 10 Uhr, in Pelchenhofen sonntags um 8:30 Uhr, in St. Helena um 9 Uhr und in St. Pius um 10:30 Uhr, in St. Anna samstags um 18 Uhr. Ergänzt wird dieses breite Angebot durch regelmäßige Messfeiern in der Klinikkapelle, auf dem Mariahilfberg, im Kloster St. Josef, in der Kapelle St. Paulus, in der Friedhofskapelle St. Jobst sowie im Caritas-Seniorenheim St. Johannes.
 
Die Werktagsordnung sieht folgendermaßen aus: Montags um 8 Uhr in St. Johannes, dienstags um 8 Uhr in St. Johannes und Heilig Kreuz, mittwochs um 8 Uhr heilige Messe in St. Johannes, um 8:30 Uhr Aussetzung und um 9 Uhr heilige Messe in der Hofkirche und um 17:45 Uhr Aussetzung sowie um 18:30 Uhr Abendmesse in Heilig Kreuz. An den Donnerstagen um 8 Uhr Aussetzung und um 8:30 Uhr heilige Messe in St. Johannes sowie um 19 Uhr Abendmesse in der Hofkirche und in Pelchenhofen, freitags um 8 Uhr in St. Johannes und Heilig Kreuz sowie um 16 Uhr heilige Messe und Aussetzung um 16:30 Uhr in der Hofkirche. An den Samstagen in der Hofkirche um 8 Uhr heilige Messe, danach Aussetzung. Die Beichtzeiten bleiben unverändert.

Pfarrer Norbert Winner (5. v.l.) und Pfarrer Stefan Wingen (5. v.r.) mit Ehrenamtlichen aus den früheren Pfarrgemeinderäten Hofkirche und St. Johannes sowie dem neuen gemeinsamen Pfarrgemeinderat bei der Vorstellung der neuen Gottesdienstzeiten - Foto: Christian Schrödl

« zurück


Diese Themen könnten Sie auch interessieren: