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Einweihung des Abschiedszimmers im Klinikum

20.01.2015 Neumarkt, Klinikum.

Mit der Einrichtung eines Abschiedszimmers im Klinikum Neumarkt ist es nun in noch besserem Rahmen möglich, sich als Angehörige eines Verstorbenen würdevoll von diesem zu verabschieden. Die Klinikseelsorger erteilten dem Raum den kirchlichen Segen.
Eine alltägliche Situation in einem deutschen Krankenhaus: Ein Patient verstirbt, oftmals im Beisein seiner engsten Vertrauten, nach einem nicht mehr heilbaren Krankheitsverlauf. Eine schwere Situation für die Angehörigen. Da ist es hilfreich, alleine und in Ruhe einige Zeit bei dem Verstorbenen zu bleiben und Abschied zu nehmen. Der normale Krankenhausbetrieb erfordert jedoch, das Bett und Zimmer sofort wieder zu belegen, da der Platz für neue Patienten benötigt wird.

Am Klinikum Neumarkt wurde dem jetzt mit der Einrichtung eines Abschiedszimmers Rechnung getragen. Das neue Abschiedszimmer, das sich im 2. Obergeschoss zentral, jedoch abseits des normalen Stationsbetriebs, befindet, soll Angehörigen verstorbener Patienten die Möglichkeit geben, sich in ruhiger Atmosphäre und in würdevoller Umgebung zu verabschieden und ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Er ist als Alternative gedacht für den Fall, dass ein solcher Abschied auf den Stationen nicht möglich ist. Seit geraumer Zeit gab es zwar bereits auf der Intensivstation eine solche Abschiedsmöglichkeit, den Verstorbenen der Normalstationen war dies jedoch in der Regel verwehrt. Auch dieser Raum wurde jetzt gestalterisch aufgewertet.

Künstlerisch gestaltet wurden die Abschiedszimmer auf der Intensivstation von Grete Schittenhelm und im 2. Obergeschoss von Karin Allar. Die Finanzierung der Ausstattung erfolgte komplett aus Spendenmitteln, die die Klinikseelsorge vor geraumer Zeit erhalten hatte. Nach Bereitstellung der Räumlichkeiten war es jetzt möglich, diese im Sinne der Spender für die verstorbenen Patienten und deren Angehörigen sinnvoll zu verwenden.

Zwei der Klinikseelsorger, Pfarrerin Katharina Thoma und Pfarrer Wolfgang Butzer, erteilten jetzt im Beisein von Landrat Willibald Gailler, Vorstand Peter Weymayr und mehrerer Mitar-beiter des Klinikums den Räumen den kirchlichen, ökumenischen Segen. Gleichzeitig wurde auch betont, dass der neue Abschiedsraum selbstverständlich Angehörigen aller Religionen und Weltanschauungen offen steht.

Bericht: Klinikum NM - Oliver Schwindl Allgemeine Verwaltung
 

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