Aktiver Lärmschutz für Unter-/Oberölsbach Fahrtrichtung Regensburg
19.11.2015 Berg.
Zum Abschluss der Lärmschutzmaßnahmen an der A3 waren Landrat Willibald Gailler, Baudirektor Andreas Eisgruben als Dienststellenleiter der Autobahndirektion Nord und Bürgermeister Helmut Himmler mit ihren jeweiligen Mitarbeitern nach Unterölsbach zur Bewertung der Baumaßnahme gekommen gekommen. Eisgruber erläuterte die Details des durchgeführten Lärmschutzes bis hin zum Ablauf der schwierigen Arbeiten.

Wer hat gebaut?
Bauherr ist die Autobahndirektion Nordbayern im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland.
Was wurde gebaut?
Lärmschutzanlagen
Gesamtlänge: ca. 910 m, Höhe über Fahrbahn: 3,0 bis 5,0 m)
Bereich Unterölsbach: eine 524 m lange und 4,0 m über Fahrbahn hohe Lärmschutzwand, einschließlich Anpassung von Bauwerken und Neubau eines Rahmens.
Im Anschluss an die Lärmschutzwand ein ca. 200 m langer und 3,0 m über Fahrbahn hoher Lärmschutzwall.
Bereich Oberölsbach: ein ca. 185 m langer und 5,0 m über Fahrbahn hoher Lärmschutzwall einschließlich Neuordnung der Entwässerung an der Kreisstraße NM 8 (Die Entwässerung ist noch nicht mit dem Landkreis abgestimmt).
Sanierung der BAB Entwässerung:
Herstellung eines Regenrückhaltebeckens an der BAB A3 bei Laaber
Die Lärmschutzwälle im Bereich Unter- und Oberölsbach wurden aus den im Bereich des AK Altdorf, des AK Nürnberg und eines Parkplatzes bei Alfeld gelagerten Erdmassen sowie aus Erdmaterial aus dem Bau des Regenrückhaltebeckens bei Laaber erstellt.

Wie wurde gebaut?
Alle Arbeiten an der Lärmschutzwand mussten von der BAB A3, Fahrtrichtung Regensburg ausgeführt werden. Die Arbeiten an den Wällen erfolgten größtenteils vom Böschungsfuß aus. Die gesamten Bauarbeiten wurden von Montag bis Samstag unter Ausnutzung des Tageslichts durchgeführt.
Die beiden Fahrstreifen wurden über die gesamte Bauzeit aufrechterhalten, mussten aber in den verschiedenen Verkehrsphasen zum Mittelstreifen hin verschwenkt und eingeengt werden. Nur der Seitenstreifen musste für den Arbeitsraum gesperrt werden.
Wann?
Baubeginn: 16.06.2015
Verkehrsfreigabe: 04.11.2015
Wieviel kostet das Projekt?
Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 2,1 Mio. € Brutto
· Lärmschutzwand: Kosten 1.150 Tsd. € Brutto
· Verkehrsführung: Kosten 100 Tsd. € Brutto
· Lärmschutzwall-Wall: Kosten 600 Tsd. € Brutto
· Entwässerungssanierung Laaber 250 Tsd. € Brutto
Warum?
Aufgrund der 2010 abgesenkten Grenzwerte für Lärmsanierung an Bundesfernstraßen um 3 dB(A) konnte aktiver Lärmschutz für die Bewohner der Ortsteile Unter- und Oberölsbach der Gemeinde Berg realisiert werden. In Abhängigkeit von der Lage der Anwesen zur Autobahn werden durch den neuen Lärmschutz die Lärmpegel in Unterölsbach um bis zu rund zwölf dB(A) und bis zu rund fünf dB(A) in Oberölsbach gesenkt, so dass die geltenden Lärmsanierungsgrenzwerte von 69/59 dB(A) tags/nachts (Mischgebiete) und 67/57 dB(A) für Wohngebiete eingehalten werden.

Landrat Willibald Gailler betonte die Wichtigkeit der A3 als Verkehrsader für die Bürger und die Wirtschaft im Landkreis. Allerdings müsse im Sinne der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger entlang der Autobahn stetig in die Erneuerung der Fahjrbahn mitsamt der Bauwerke und in den Lärmschutz investiert werden. Daher wolle er die durchgeführten Investitionen ausdrücklich würdigen.
Neben Worten des Dankes übermittelte Bürgermeister Helmut Himmler auch Kritik, die von Bürgern und aus dem Gemeinderat geäußert wurden. Für viele lärmgeplagte Anwohner habe sich die Belastung deutlich vermindert, manche sprechen aber von einer Verschlechterung durch den aufgeschütteten Wall und die errichtete Lärmschutzwand. Der Dienststellenleiter sagte eine Prüfung und Kontaktaufnahme mit diesen Haushalten zu.
Fotos: Gemeinde Berg


























