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Eisenbelastung im Brunnenwasser aus dem Kreis Neumarkt in der Oberpfalz

05.05.2026 Neumarkt / Landkreis.

 
In den letzten 5 Jahren machte das Labormobil vom VSR-Gewässerschutz in verschiedenen Städten im Kreis Neumarkt in der Oberpfalz Station. Dort konnten Bürger Brunnenwasseranalysen durchführen lassen. Zusätzlich sandten viele Brunnenbesitzer ihre Wasserproben mit der Post zur Überprüfung zu. Die gemeinnützige Organisation hat jetzt die Eisenergebnisse der 39 Untersuchungen im Kreis Neumarkt in der Oberpfalz aus den Jahren 2021 bis 2025 ausgewertet.
 
Der VSR-Gewässerschutz untersucht die Eisengehalte, weil viele Brunnenbesitzer beim Anblick der gelb-bräunlichen Verfärbung des Wassers entscheiden, es nicht mehr im Garten zu nutzen. „Wir haben in 7,7% der Brunnenwasserproben im Kreis Neumarkt in der Oberpfalz einen Eisengehalt über 3 mg/l festgestellt“, berichtet Harald Gülzow, der die Untersuchungen im Kreis Neumarkt in der Oberpfalz von Anfang an begleitet. Um zu verhindern, dass anstelle von Brunnenwasser kostbares Leitungswasser verwendet wird, geben die Gewässerexperten eine Einschätzung, wofür das Wasser trotz höherer Eisenkonzentration zu nutzen ist. „Es kommt bei den wenigsten Pflanzen zu Wachstumsstörungen. Beim Gießen kann es jedoch zu Verfärbungen auf Steinen und Mauern kommen, die zum Teil nur schwer entfernbar sind. Auf Blättern, Blüten und Früchten bilden sich häufig braune Flecken, “erklärt Harald Gülzow. Er rät das Gießwasser mit dem Wasserschlauch direkt an die Wurzeln zu geben, um Verfärbungen zu vermeiden.
 
Für die Artenvielfalt im Wasser stellt das Eisen allerdings auch in geringeren Konzentrationen ohne sichtbare Verfärbung ein großes Problem dar. Viele Gartenbesitzer haben naturnahe Teiche, die den Garten beleben und die Artenvielfalt bereichern. Bei den heißen Temperaturen im Sommer verdunstet das Wasser und muss nachgefüllt werden. „Leider haben wir bei unseren Untersuchungen festgestellt, dass 17,9% der Brunnen im Kreis Neumarkt in der Oberpfalz nicht zum Befüllen eines Gartenteichs geeignet sind, da sie mehr als 0,8 mg/l Eisen aufweisen“, berichtet Harald Gülzow. Er erklärt, dass es bei höheren Eisengehalten zu Ablagerungen auf Wasserpflanzen und Tieren kommt. Die Pflanzen verkümmern, Fische, sowie deren Laich und am Gewässergrund lebenden Tiere können daran ersticken. Durch eine Wasseranalyse kann man feststellen, ob das eigene Brunnenwasser zum Befüllen des Teichs geeignet ist. Hohe Eisengehalte im Brunnenwasser haben meist geologische Ursachen. Durch den starken Nitrateintrag in der Landwirtschaft kommt es zusätzlich in einigen Bereichen zum Nitratabbau im Untergrund, welcher zu höheren Eisenkonzentrationen führt.
 
Auf der Homepage stellt der VSR-Gewässerschutz weitere Ergebnisse und die dazugehörigen Grafiken der Auswertung aus dem Kreis Neumarkt in der Oberpfalz dar. Auch die Termine wann das Labormobil in der Region hält, findet man unter vsr-gewaesserschutz.de/regionales/bayern/kreis-neumarkt-in-der-oberpfalz/brunnen.
 
Über den VSR-Gewässerschutz
 
Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und engagiert sich für den Schutz des Grundwassers und der Gewässer. Die gemeinnützige Organisation führt eigene Untersuchungen durch. Die Beprobung von Flüssen und Bächen kann der VSR-Gewässerschutz selbst durchführen. Bei den Wasserproben vom Grundwasser ist der Verein jedoch auf die Mithilfe von Brunnenbesitzern angewiesen.
 
Foto: Ruben Wiltsch - VSR-Gewässerschutz e.V.
 
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