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Einweihung des Hauses für Pflege und Soziales in Parsberg

26.04.2026 Parsberg.

Gesundheitscampus Parsberg erhält dritte und letzte Säule
 
Die Fortentwicklung des ehemaligen Krankenhausstandortes in Parsberg schreitet in ihre finale Phase. Jetzt finden auch die Bauarbeiten für die Sanierung und Umwidmung des ehemaligen Krankenhausgebäudes in ein Haus für Pflege und Soziales ihren Abschluss und mit der Einweihung wird dieses Gebäude zur Einrichtung, Ausstattung und später dann Betrieb übergeben. 
 
Die geplante Einrichtung in Parsberg wird 77 Dauer-Pflegeplätze mit eingestreuter Kurzzeitpflege, 30 Tagespflegeplätze, einen ambulanten Pflegedienst sowie Quartiersbüro beinhalten Das bauliche sowie Pflege- und Betreuungskonzept wurden in enger Abstimmung mit der FQA-Stelle bei der Regierung der Oberpfalz sowie im Landratsamt Neumarkt i.d.OPf. erstellt und stellt nach deren Ansicht ein denkbar gutes Gesamtkonzept dar. So sieht das Konzept unter anderem vorwiegend Einbettzimmer mit Einbindung in eine Wohngruppe sowie einen Marktplatzcharakter vor, das ein Stadtzentrum in Miniaturform darstellt. Eine hochwertige energetische Sanierung des gesamten Gebäudebestandes wird für einen nachhaltigen ökonomischen und ökologischen Betrieb sorgen. Das Haus für Pflege und Soziales wird eine entscheidende Ergänzung für die Sicherung der Betreuung und Pflege älterer Menschen in der Region sein. Die konsequente Umsetzung der Konzeption eines Quartierhauses nach KDA (Kuratorium Deutsche Altenhilfe) – Richtlinien mit Dauer-Pflegeeinrichtung, Tagespflege, Ambulantem Pflegedienst und einem Quartiersbüro, welches die Verankerung und Öffnung in den sozialen Nahraum sicherstellt, wird ein Leuchtturmprojekt in der Stadt Parsberg und der Region darstellen, das sicherlich einmalig im ländlichen Raum Bayerns sein und eine entsprechend positive Ausstrahlung entwickeln wird. Betrieben wird die Einrichtung von der Haus für Pflege und Soziales gGmbH, einer neu gegründeten Gesellschaft mit den Gesellschaftern Klinikum Neumarkt und BRK Kreisverband Neumarkt.
 
Landrat Willibald Gailler zeigte sich hocherfreut, dass sechs Jahre nach Schließung des alten Kreiskrankenhauses nur wieder Leben in dieses Gebäude einzieht. „Das Klinikum investiert mehr als 25 Mio. € in diese Maßnahme Man kann jetzt sehen, dass an dem ehemaligen Krankenhaus neue, moderne Räume entstehen, die es möglich machen, die pflegerische Versorgung unseres südlichen und östlichen Landkreises erheblich zu verbessern.“ Sein Dank gilt in erster Linie Staatsminister MdL Albert Füracker. Der Freistaat unterstützt das Projekt mit einer Förderung von über 5 Mio. € im Rahmen des Programmes Pflege im sozialen Nahraum – PflegesoNahFöR. Ferner dankte er den anwesenden Mitgliedern des Verwaltungsrates, die geschlossen hinter dem Projekt stehen und die notwendigen Mittel freigegeben haben, sowie der Stadt Parsberg mit Bürgermeister Josef Bauer für deren Unterstützung. Auch den Bezirk Oberpfalz sowie die medbo – die medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz – schloss er in seine Grußworte mit ein, die mit der psychosomatischen Versorgung auf dem Gelände einen weiteren Eckpfeiler des Campus bilden. 
 
Finanz- und Heimatminister Albert Füracker betonte: „Mit der feierlichen Vollendung des Gesundheitscampus Parsberg eröffnen wir nach dem Haus der Gesundheit und der psychosomatischen Klinik nun das Haus für Pflege und Soziales. Es ist ein beispielhaftes Zentrum der ärztlichen und pflegerischen Versorgung im Landkreis Neumarkt! Das Klinikum Neumarkt und das Bayerische Rote Kreuz haben gemeinsam ein baulich und pflegefachlich modernes Haus geschaffen. Ich freue mich, dass wir das Projekt mit 5,37 Millionen Euro fördern konnten, denn der Ausbau guter Pflege ist eine zentrale Aufgabe. Mein Dank gilt allen, die Planung und Bau ermöglicht haben!“
 
Architekt Michael Zaschka vom planenden Architekturbüro Nutz übergab dem Bauherrn den symbolischen Schlüssel und stellte anschließend die bauliche Maßnahme vor: „Zur Umsetzung des Pflegekonzeptes in den Wohngruppen haben wir umfangreich in die Bausubstanz des Gebäudes, die bis ins Jahr 1909 zurückreicht, eingegriffen Durch offene Wohngruppen, eine demenzgerechte Gestaltung und innovative Gebäudetechnik entsteht ein Lebensraum, der die Gesundheit der Bewohner aktiv fördert.“ Im Zentrum des neuen Hauses steht das Konzept der offenen Wohngruppen. Diese Struktur bricht mit langen Fluren und schafft stattdessen Orte der Begegnung. „Wir wollten Räume schaffen, die zur Kommunikation einladen und soziale Isolation verhindern“, erklärt Zaschka. „Jede Wohngruppe fungiert als familiäres Zentrum, in dem Teilhabe gelebt wird.“
 
Ein besonderes Augenmerk wurde auf die demenzgerechte Gestaltung gelegt. Eine sorgsam abgestimmte Farb- und Materialauswahl dient nicht nur der Ästhetik, sondern bietet den Bewohnern wichtige Orientierungspunkte und ein Gefühl von Geborgenheit. Unterstützt wird dies durch den Einsatz von zirkadianem Licht: Diese biologisch wirksame Beleuchtung simuliert den natürlichen Tagesverlauf und stabilisiert so den Biorhythmus der Senioren – für mehr Vitalität am Tag und erholsameren Schlaf in der Nacht.
 
Auch für extreme Wetterlagen ist die Einrichtung gerüstet: Um die Senioren an heißen Sommertagen zu entlasten, regulieren geräuschlose Kühldecken das Raumklima sanft und zugfrei. Dieses Zusammenspiel aus durchdachtem Design und moderner Technik steigert das Wohlbefinden nachhaltig und schützt die Gesundheit der Bewohner auch bei hohen Außentemperaturen. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz zeigt das Haus, wie moderne Pflegearchitektur die Lebensqualität im Alter spürbar verbessern kann.
 
Das Gebäude wird nach der baulichen Übergabe in den kommenden Wochen eingerichtet und ausgestattet, die Außenanlagen werden ebenfalls noch fertig gestellt. Außerdem werden die notwendigen Abnahmen, Einweisungen und Schulungen für das Personal vorgenommen, bevor Ende Juni die Bewohnerinnen und Bewohner vom Haus-Ritter-Haug umziehen werden.
 
Zum Abschluss erteilten die beiden Parsberger Seelsorger Wolfgang Döring und Thomas Günther dem Gebäude noch den kirchlichen Segen und die Protagonisten des Projektes durften sich unter der fachkundigen Aufsicht des 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Hopf in das Goldene Buch der Stadt Parsberg eintragen.
 
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