ver.di trauert um getötete Beschäftigte des Landratsamtes Neumarkt
09.10.2026 – Neumarkt / Landkreis
Die Gewerkschaft zeigt sich tief erschüttert über die Gewalttat in Berngau und fordert wirksamen Schutz für Beschäftigte im öffentlichen Dienst.
Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer reagiert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf die tödlichen Schüsse auf zwei Beschäftigte des Landratsamtes Neumarkt in der Oberpfalz. Die beiden Mitarbeitenden waren am Donnerstag bei einer behördlichen Waffenkontrolle in Berngau getötet worden.
Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Hinterbliebenen, den Freund*innen sowie den Kolleg*innen der Verstorbenen. Ihnen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl. Auch allen Beschäftigten des Landratsamtes, die durch die Ereignisse erschüttert sind, sprechen wir unsere Anteilnahme und Solidarität aus.
„Wir sind fassungslos und tief betroffen. Zwei Menschen haben bei der Ausübung ihrer Arbeit ihr Leben verloren. Unsere Gedanken sind bei ihren Familien, ihren Angehörigen und ihren Kolleginnen und Kollegen. Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ist durch nichts zu rechtfertigen. Niemand darf bei der Erfüllung seiner beruflichen Aufgaben um sein Leben fürchten müssen“, erklärt Alexander Gröbner, Geschäftsführer ver.di Oberpfalz.
„Die Ereignisse machen auf erschütternde Weise deutlich, welchen Gefahren Beschäftigte des öffentlichen Dienstes bei ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sein können. Sie übernehmen wichtige und oftmals schwierige Aufgaben für unsere Gesellschaft. Dabei müssen sie sich darauf verlassen können, dass ihre Sicherheit und Gesundheit bestmöglich geschützt werden, ergänzt Manuela Dietz, Landesfachbereichsleiterin öffentlicher Dienst bei ver.di Bayern.
ver.di fordert deshalb, die bestehenden Schutz- und Präventionskonzepte für Beschäftigte im Außendienst konsequent zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dazu gehören eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung, klare Sicherheitsabläufe, ausreichende personelle Ressourcen und wirksame Schutzmaßnahmen.
In diesen schweren Stunden stehen für ver.di jedoch die Trauer um die beiden getöteten Menschen und die Solidarität mit ihren Angehörigen und Kolleg*innen im Mittelpunkt. Ihnen gilt unsere volle Unterstützung. Wir wünschen allen Betroffenen viel Kraft und Zusammenhalt für die kommende Zeit.