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Lebenshilfe Neumarkt stellt Weichen für die Zukunft

30.10.2026 – Neumarkt

Geedo Paprotta übernimmt den Präsidiumsvorsitz von Dr. Wilhelm Baur – Sozialunternehmen mit rund 440 Mitarbeitenden wirtschaftlich solide aufgestellt

Mit einem neu gewählten Präsidium, einer positiven wirtschaftlichen Bilanz und klaren Zielen für die Zukunft geht die Lebenshilfe Neumarkt ihren erfolgreichen Weg weiter. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung blickte der Verein auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zurück, stellte die wirtschaftliche Lage vor und wählte ein neues ehrenamtliches Präsidium. Nach langjährigem Engagement übergab Dr. Wilhelm Baur den Vorsitz an seinen Nachfolger Geedo Paprotta.

In seinem letzten Bericht als Vorsitzender des Präsidiums forderte Dr. Wilhelm Baur eine konsequente Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Menschen mit Unterstützungsbedarf müssten die Möglichkeit haben, ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten. Ein wichtiger Baustein sei dabei, die Kontakte zum allgemeinen Arbeitsmarkt weiter auszubauen. „Wir wollen in die Mitte der Gesellschaft“, betonte Baur.

Sein Nachfolger Geedo Paprotta unterstrich die Bedeutung von Teilhabe und gegenseitiger Wertschätzung. Die Lebenshilfe habe nicht nur den Auftrag, Menschen mit Unterstützungsbedarf zu begleiten, sondern könne auch der Gesellschaft viel geben. „Unser Miteinander hier ist ein Vorbild für eine bessere Welt. Wir messen nicht die Schwächen der Menschen, wir schauen auf die Stärken“, erklärte Paprotta.

Bei der Neuwahl des ehrenamtlichen Präsidiums traten die Kandidatinnen und Kandidaten als Liste an. Zum ersten Vorsitzenden wurde Geedo Paprotta gewählt. Ihm zur Seite stehen künftig Wolfgang Wild als zweiter und Christina Bögl als dritte Vorsitzende. Weitere Mitglieder des Präsidiums sind Daniela Brixél, Claudia Franke, Alois Häring und Kathrin Queitsch.

Ein besonderer Dank galt den ausscheidenden Präsidiumsmitgliedern Julia Hierl und Georg Gradl. Sie hatten die positive Entwicklung der Lebenshilfe Neumarkt in den vergangenen Jahren mitgestaltet und wichtige Impulse für die Arbeit des Vereins gesetzt.

Dass die Lebenshilfe Neumarkt auch unter zunehmend schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen handlungsfähig bleibt, zeigte der Wirtschaftsbericht des Vorsitzenden des Vorstands der Lebenshilfe Neumarkt Andreas Moser. Zum 31. Dezember 2025 verzeichnete der Verein erneut einen Jahresüberschuss. Auch die JURA-Werkstätten Neumarkt schlossen das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis ab.

Gemeinsam beschäftigen die Lebenshilfe und die JURA-Werkstätten als mittelständisches Sozialunternehmen derzeit rund 440 Mitarbeitende. Damit sind sie nicht nur wichtige Einrichtung für Menschen mit Unterstützungsbedarf, sondern auch bedeutender Arbeitgeber in der Region.

„Die Lebenshilfe ist auf dem richtigen Weg, das ist eine große Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten“, sagte Moser. Angesichts der angespannten Lage der öffentlichen Haushalte sei die solide wirtschaftliche Basis von besonderer Bedeutung. Auch der Ausblick sei positiv: „Wir haben solide gewirtschaftet und können auch wieder Geld ansparen für Investitionen.“ Die Mitglieder sprachen dem Präsidium einstimmig die Entlastung aus. Das Ergebnis unterstreicht das Vertrauen in die geleistete Arbeit und die wirtschaftliche Führung des Vereins.

In seinem Tätigkeitsbericht zog Dr. Wilhelm Baur eine positive Bilanz seiner Amtszeit. „Wir haben viel erreicht“, stellte er fest. Die Lebenshilfe Neumarkt habe sich zu einem modernen Sozialunternehmen entwickelt. Unverändert bleibe dabei der Auftrag, der seit der Vereinsgründung im Jahr 1969 im Mittelpunkt stehe: Menschen mit Unterstützungsbedarf Hilfe zum Leben zu bieten. Besonders würdigte Baur die Leistung der Beschäftigten, die tagtäglich die Arbeit der Lebenshilfe tragen. „Sie sind der wahre Reichtum der Lebenshilfe“, betonte er.

Geedo Paprotta dankte dem scheidenden Vorsitzenden für dessen langjähriges Engagement. Dr. Wilhelm Baur habe den Verein vorbildlich und mit großer Menschlichkeit geführt. Unter seiner Verantwortung habe sich die Lebenshilfe als wichtiger Ort für Menschen mit Unterstützungsbedarf und als attraktiver Arbeitgeber weiterentwickelt.

Das neu gewählte Präsidium möchte die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und die Lebenshilfe Neumarkt zugleich auf kommende Herausforderungen vorbereiten. Dazu gehören die konsequente Stärkung der Selbstbestimmung, der Ausbau gesellschaftlicher Teilhabe und die weitere Öffnung des Arbeitsmarktes für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Ebenso gilt es, die wirtschaftliche Stabilität des Sozialunternehmens langfristig zu sichern.

Mit Blick auf die gesellschaftlichen Veränderungen machte Paprotta deutlich, dass die Lebenshilfe offen und handlungsfähig bleiben müsse. „Die Welt verändert sich gerade rasant, darauf werden wir reagieren. Das Prädikat „Lebenshilfe“ wollen wir uns jeden Tag neu verdienen!“

Ehrungen:

Bei der Versammlung fanden auch Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft statt.

10 Jahre: Antje Büchner, Karl Gottschalk, Jürgen Heitner, Katharina Schauer

20 Jahre: Renate Hettig, Gerhard Seitz

30 Jahre: Martha Menten

55 Jahre: Monika Jobst

Das neu gewählt Präsidium der Lebenshilfe Neumarkt mit Dr. Wilhelm Baur - von links: Kathrin Queitsch, Chrstina Bögl, Wolfgang Wild, Claudia Franke, Daniela Brixel, Geedo Paprotta, Alois Häring, Dr. Wilhelm Baur

Foto: Daniel Martini, Lebenshilfe Neumarkt e.V. 

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