Betrüger erbeuten mit Schockanruf 20.000 Euro - Kriminalpolizei Ingolstadt ermittelt

20.10.2026 – Ingolstadt

Am gestrigen Montag wurde eine Rentnerin in der Friedrich-Ebert-Straße Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen übernommen.

In der Mittagszeit erhielt die 72-Jährige telefonisch die Nachricht, dass ihre Tochter einen schweren Unfall verursacht hätte und zur Begleichung einer Geldstrafe eine sofortige Bargeldzahlung notwendig wäre. Die besorgte Seniorin ließ sich auf die Forderung ein und übergab in der Folge in mehreren Briefumschlägen verteilt insgesamt 20.000 Euro an einen ihr unbekannten Geldabholer. Als sie den Betrug erkannte, erstatte sie zusammen mit ihrer Tochter Anzeige bei der Polizei.

Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:

Männlich, ca. 175 cm groß, kräftig, 40 Jahre alt, osteuropäisches Erscheinungsbild. Er trug bei der Geldentgegennahme eine Jeans, weiße Sneaker und eine dunkelblaue Sportjacke.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt rät in diesem Zusammenhang:

  • Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
  • ​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!
  • Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienst finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne LEG AUF!
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