Künstlergespräch mit Veronika Hilger im Museum Lothar Fischer

20.09.2026 – Neumarkt

Zwischen Malerei und Skulptur – Künstlergespräch mit Veronika Hilger im Museum Lothar Fischer am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 19 Uhr
 
Was ist hier eigentlich zu sehen? Körper, Landschaften, Pflanzen oder vollkommen freie Formen? Die Arbeiten von Veronika Hilger entziehen sich häufig einer eindeutigen Antwort. Aus Farbe und Form entstehen Bildwelten, die vertraut erscheinen und sich im nächsten Moment wieder einer klaren Benennung entziehen.
 
Die 1981 in Prien am Chiemsee geborene und heute in München lebende Künstlerin wurde 2025 mit dem Lothar-Fischer-Preis ausgezeichnet. Noch bis zum 11. Oktober zeigt das Museum Lothar Fischer die dazugehörige Ausstellung mit rund 50 Arbeiten. Neben Malereien sind darin auch plastische Werke zu sehen, um die Hilger ihr künstlerisches Schaffen in den vergangenen Jahren erweitert hat. Organisch anmutende, farbig glasierte Keramiken treten dabei im Bildhauermuseum in einen spannungsreichen Dialog mit ihren oftmals surreal wirkenden Gemälden.
 
Gerade das Verhältnis dieser beiden Medien steht im Mittelpunkt des Künstlergesprächs am Donnerstag, 1. Oktober, um 19 Uhr. Entstehen Malerei und Plastik bei Veronika Hilger parallel oder entwickelt sich eine Form aus der anderen? Was verändert sich, wenn eine zunächst malerisch gedachte Form plötzlich zum dreidimensionalen Körper wird? Welche Rolle spielen Material, Farbe und Oberfläche – und wie wichtig ist der Raum, in dem die Arbeiten schließlich aufeinandertreffen?
 
Auch die eigentümliche Bildwelt der Künstlerin soll Thema des Abends sein. Hilgers Gemälde bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion: Formen scheinen sich zu Körpern, Pflanzen oder Landschaften zusammenzufügen, ohne sich dauerhaft festlegen zu lassen. Woher kommen diese Motive? Welche Rolle spielen Erinnerung, Vorstellung und möglicherweise auch Traumbilder für ihre Entstehung? Und wie viel entwickelt sich erst unmittelbar während des Arbeitsprozesses?
 
Über diese und weitere Fragen spricht Veronika Hilger mit dem Kunsthistoriker Christoph Härtl M.A. vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg. Härtl ist zudem Mitglied des Kuratoriums der Lothar & Christel Fischer Stiftung.
 
Das Künstlergespräch bietet damit die Gelegenheit, die aktuelle Ausstellung aus der Perspektive der Künstlerin selbst kennenzulernen und mehr über die Entstehung ihrer Arbeiten sowie das Zusammenspiel von Malerei, Plastik, Farbe und Raum zu erfahren.
 
Teilnahmegebühr 7 €, Anmeldung erforderlich, tel. unter 09181 510348 oder an info@museum-lothar-fischer.de

Lothar-Fischer-Preisträgerin Veronika Hilger in ihrem Atelier in München, 2025. Foto: Sebastian Kissel

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