Internationaler Tag der Zivilcourage: Hinsehen, handeln, helfen

18.09.2026 – Oberpfalz

Zivilcourage beginnt nicht erst in außergewöhnlichen Situationen. Sie zeigt sich im Alltag, wenn Menschen hinschauen, Verantwortung übernehmen und anderen helfen. Zum Internationalen Tag der Zivilcourage am 19. September erinnert das Polizeipräsidium Oberpfalz daran, dass jeder Einzelne einen Beitrag zu einem sicheren und respektvollen Miteinander leisten kann.

Zivilcourage bedeutet, sich für andere einzusetzen und bei Unrecht oder Gefahr nicht einfach wegzuschauen. Dabei geht es jedoch nicht darum, sich selbst in Gefahr zu bringen oder den Helden zu spielen. Oft sind es gerade die einfachen und besonnenen Schritte, die entscheidend sind: die Polizei verständigen, andere Menschen gezielt um Hilfe bitten, eine betroffene Person unterstützen oder als Zeuge wichtige Beobachtungen weitergeben.

Wer hinschaut, kann einen Unterschied machen. In einer kritischen Situation kann ein Anruf bei der Polizei verhindern, dass eine Situation weiter eskaliert. Die Aufmerksamkeit gegenüber einer betroffenen Person kann ihr Sicherheit geben. Und die Bereitschaft, später als Zeuge auszusagen, kann bei der Aufklärung einer Straftat von großer Bedeutung sein.

Polizeipräsident Robert Fuchs: „Zivilcourage ist ein tragender Pfeiler unserer Gesellschaft – sie ergänzt staatliches Handeln und macht unsere Werte im Alltag sichtbar.“

Sicher handeln statt wegschauen – Empfehlungen für mehr Zivilcourage:

ACHT GEBEN

    Hilf, aber bring dich nicht in Gefahr!

POLIZEI RUFEN

    Ruf die Polizei unter dem Notruf 110!

HILFE HOLEN

    Bitte andere Personen um Mithilfe!

DETAILS ERKENNEN

    Präge Dir Tätermerkmale ein!

MITHELFEN

    Kümmere Dich um Opfer!

MUND AUFMACHEN

    Sag als Zeuge aus!

 

Dabei kann Zivilcourage ganz unterschiedlich aussehen. Ein couragiertes Verhalten kann bereits darin bestehen, eine Situation aufmerksam zu beobachten und professionelle Hilfe zu verständigen. Wer beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln eine aggressive Auseinandersetzung bemerkt, muss nicht selbst eingreifen. Der Notruf 110, das gezielte Ansprechen weiterer Personen oder das Begleiten einer betroffenen Person an einen sicheren Ort können bereits wichtige Hilfe leisten.

Zivilcourage heißt deshalb nicht, sich selbst einem Risiko auszusetzen. Zivilcourage heißt, Verantwortung zu übernehmen.

Zivilcourage kann man lernen

Um Menschen dabei zu unterstützen, in kritischen Situationen sicher und angemessen zu reagieren, setzt das Polizeipräsidium Oberpfalz auch auf Präventionsarbeit. Gemeinsam mit dem Dominik-Brunner-Förderverein werden Informationsveranstaltungen und Workshops zum Thema Zivilcourage angeboten. Das Angebot richtet sich unter anderem an Schulen ab der 10. Klasse, Auszubildende in Betrieben sowie Vereine und Institutionen.

Ziel ist es, Handlungssicherheit zu vermitteln und zu zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, anderen zu helfen, ohne sich selbst zu gefährden. Interessierte können sich an Bernhard Walter, Vorsitzender des Dominik-Brunner-Fördervereins, unter bernh.walter@t-online.de oder an die örtlich zuständige Polizeiinspektion wenden.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz macht damit deutlich: Eine sichere Gesellschaft lebt nicht allein von Polizei und Sicherheitsbehörden. Sie lebt auch von Menschen, die aufmerksam sind, Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen.

Weitere Informationen zum Thema Zivilcourage bietet die Dominik-Brunner-Stiftung auf ihrer Internetseite

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