Callcenter-Betrug zum Nachteil eines Seniors in Kemnath
01.09.2026 – Oberpfalz
Am Montag, 31. August, wurde ein über 80-jähriger Senior Opfer eines Callcenter-Betrugs durch bislang unbekannte Personen. Die Kriminalpolizei Weiden i.d.OPf. hat die Sachbearbeitung übernommen und ermittelt.
Der Senior aus Kemnath erhielt am Montag, 31. August, gegen 12 Uhr einen Anruf von einer bislang unbekannten männlichen Person, die sich als Bankmitarbeiter ausgab. Im Anschluss meldete sich telefonisch eine weitere unbekannte Person, die sich als Kriminalbeamtin ausgab. Der Senior wurde aufgefordert, Schmuck vor ihrem Anwesen zu deponieren, um diesen angeblich vor einem drohenden Verlust zu sichern. Im Vertrauen auf die Angaben deponierte der Mann daraufhin Schmuck im Wert eines niedrigen vierstelligen Eurobetrags vor ihrem Anwesen in Kemnath. Der Schmuck wurde anschließend von einer bislang unbekannten Person abgeholt. Eine Personenbeschreibung des Abholers liegt derzeit nicht vor.
Zeugen, die am Montag, 31. August, in Kemnath verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Hinweise zu bislang unbekannten Personen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0961/401-2222 mit der Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf. oder jeden anderen Polizeidienstelle in Verbindung zu setzen.
Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen. Legen Sie bei solchen Gesprächen sofort auf!
Weitere Tipps der Polizei gegen Callcenter-Betrüger und falsche Polizisten:
• Legen Sie sofort auf, wählen Sie selbstständig die 110 und fragen Sie bei der Polizei nach, ob die angegebenen Informationen des Telefonats richtig sind.
• Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände von Ihnen.
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde - auch nicht an Personen, die sich als Polizisten ausgeben
• Bankmitarbeiter werden nie an der Haustür nach Bankkarten und PINs fragen. Geben Sie Ihre Bankkarte und insbesondere Ihre PIN niemals an unbekannte Personen weiter.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch Polizisten oder andere Amtsträger.
• Rufen Sie niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Die Täter nutzen die sogenannte Call-ID-Spoofing-Technik, um falsche Nummern anzuzeigen. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display (auch nicht mit Vorwahl).
• Vereinbaren Sie mit Ihren Angehörigen oder engen Kontaktpersonen ein persönliches Codewort, das nur Ihnen bekannt ist. So können Sie im Ernstfall echte Notrufe von Betrugsversuchen unterscheiden.
• Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest den Vornamen und die Adresse entfernen. Wenden Sie sich dafür an Ihren Telefonanbieter. Ein Formular und Kontaktadressen finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/