Betrunkener ohne Führerschein flüchtet nach Unfall vor Polizei
13.09.2026 – Allersberg, A9 Ri. Berlin, zw. AS Allersberg u. AD Feucht
TZ/UZ: Samstag, 12.09.2026, 07:15h
Mit einem außergewöhnlichen Unfall waren die Beamten der Verkehrspolizei Feucht am Samstagmorgen betraut. Bei der polizeilichen Einsatzzentrale Mittelfranken gingen Meldungen ein, dass sich auf der A9 Ri. Berlin zwischen Allersberg und Feucht ein Auffahrunfall zwischen zwei Pkw ereignet hat. Hierbei wären auch Fahrzeugteile über die gesamte Autobahn verteilt worden.
Daher fuhr eine Streifenbesatzung der Autobahnpolizei Feucht zur Unfallstelle. Es stellte sich heraus, dass die beiden unfallbeteiligten Fahrzeuge mehrere hundert Meter voneinander entfernt auf dem Seitenstreifen standen.
Noch während die Polizeibeamten mit der Reinigung der Fahrbahn und dem Erstgespräch mit dem durch den Unfall geschädigten Pkw-Fahrer beschäftigt waren, wechselte der Unfallverursacher weiter vorne seinen platten Reifen und versuchte auf der A9 in Richtung Berlin zu flüchten.
Aufgrund der Beschädigungen an seinem Pkw und der angeforderten polizeilichen Unterstützung war die Flucht der Unfallverursachers jedoch bereits nach wenigen Kilometern auf der A9 beendet.
Der Unfallverursacher konnte durch die Verkehrspolizei Feucht auf dem Seitenstreifen festgenommen werden.
Wie sich herausstellte war der Unfallverursacher betrunken, hatte keinen Führerschein und stand unter dem Einfluss von Marihuana.
Seine drei Mitfahrer, zwei Frauen (24 und 26 Jahre alt) und ein Mann (24 Jahre alt), waren ebenfalls nicht nüchtern.
Nach Ermittlungen der Verkehrspolizei ergab sich folgender Unfallhergang: Der Geschädigte fuhr mit seinem Pkw auf der mittleren von drei Fahrspuren und war gerade in Begriff einen Sattelzug zu überholen. Hierbei schloss der Unfallverursacher mit hoher Geschwindigkeit von hinten auf und erkannte den Pkw auf der mittleren Fahrspur zu spät. Beim Versuch noch links an dem Pkw des Geschädigten vorbei zu fahren kam es schließlich zum seitlich versetzten Zusammenstoß. Aufgrund der hohen Differenzgeschwindigkeit kamen die beiden unfallbeteiligten Fahrzeuge mit einem Abstand von 300m auf dem Seitenstreifen zum Stehen.
Der Fahrer des geschädigten Pkw, ein 67jähriger Mann aus Niedersachsen, klagte bei der Unfallaufnahme über Kopf- und Nackenschmerzen. Seine beifahrende, 60jährige Ehefrau blieb unverletzt.
Gegen den Unfallverursacher, ein 22jähriger US-Amerikaner aus dem Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab, wurde ein Strafverfahren wegen Unfallflucht, Gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.
Der Unfallverursacher sowie seine Mitfahrer/innen blieben unverletzt.
Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 22.000,- Euro.