Beschlüsse des Ministerrats - Freistaat will Sport, Ehrenamt & Vereine weiter stärken
09.09.2026 – München
Heinisch: München und Bayern sind würdige Gastgeber für die Olympischen und Paralympischen Spiele
Mit den Beschlüssen des Ministerrats setzt der Freistaat wichtige Impulse für Sport, Ehrenamt und Vereinsleben. MdL Bernhard Heinisch, Sportpolitischer Sprecher sowie Sprecher für Rettungsdienste und Blaulichtorganisationen der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, begrüßt insbesondere die weiteren Schritte bei der Bewerbung Münchens um internationale Sportgroßveranstaltungen sowie die geplanten Verbesserungen für Sportvereine und den Nachwuchsleistungssport.
„Bayern ist und bleibt Heimat großer Sportveranstaltungen. Unsere Bayernkoalition hat heute deshalb beschlossen, eine Bewerbung Münchens für die European Gymnastic Games 2029 zu unterstützen. Bereits im Juni haben wir uns zudem dafür ausgesprochen, München bei einer Bewerbung um die Leichtathletik-WM 2029 oder 2031 zu unterstützen“, erklärt Heinisch. Gleichzeitig könne Bayern bereits auf eine beeindruckende Reihe internationaler Sportveranstaltungen blicken: 2031 findet in Oberstdorf die Nordische Ski-WM statt, 2027 werden in München Spiele der Handball-Weltmeisterschaft sowie in München und Regensburg die Baseball-Europameisterschaft ausgetragen.
„Mit den European Championships 2022, der Fußball-EM 2024 und dem Champions-League-Finale 2025 haben wir in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt, dass Bayern ein erfahrener, sicherer und hervorragend organisierter Gastgeber für internationale Sportereignisse ist“, so Heinisch. „Deshalb bin ich überzeugt: München und Bayern wären auch würdige Gastgeber für die Olympischen und Paralympischen Spiele.“
Für Heinisch ist dabei entscheidend, nicht nur über große Sportveranstaltungen zu sprechen, sondern zugleich die Grundlagen für sportliche Erfolge zu schaffen. „Wenn wir bei Olympia und anderen internationalen Wettbewerben um Medaillen kämpfen wollen, müssen wir unseren Nachwuchs frühzeitig und bestmöglich fördern. Genau hier setzt unsere staatliche Sportförderung an“, betont Heinisch. Seit 2018 haben sich die Mittel für den Breiten- und Nachwuchsleistungssport nahezu verdoppelt.
Ein konkretes Beispiel sei das heute beschlossene Modellprojekt zur Internatsunterbringung am Bundesstützpunkt Kanu in Augsburg, das ab dem Schuljahr 2027/2028 starten soll. „Junge Leistungssportlerinnen und Leistungssportler brauchen optimale Rahmenbedingungen. Schule und Spitzensport miteinander zu verbinden, ist eine große Herausforderung. Mit dem Modellprojekt schaffen wir bessere Voraussetzungen dafür, dass Talente ihre schulische Ausbildung und ihr leistungssportliches Training erfolgreich miteinander vereinbaren können“, erklärt Heinisch.
Auch bei der Entlastung der Vereine will Heinisch weiter Druck machen. Ein wichtiges Vorhaben der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion ist deshalb eine Initiative über den Bundesrat, um Vereine und Ehrenamtliche steuerlich zu entlasten und bürokratische Hürden abzubauen.
„Unsere Vereine leisten jeden Tag einen enormen Beitrag für unsere Gesellschaft. Wer sich ehrenamtlich engagiert, darf nicht an immer neuen steuerlichen und bürokratischen Vorgaben ausgebremst werden“, macht Heinisch deutlich. Konkret soll die Einnahmegrenze für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe mittelgroßer Vereine von bislang 50.000 auf 100.000 Euro angehoben werden. Ebenso soll die Umsatzgrenze für die Einordnung von sportlichen Veranstaltungen eines Sportvereins als Zweckbetrieb von 50.000 auf 100.000 Euro steigen.
„Die Anhebung dieser Grenzen ist für uns FREIE WÄHLER schon lange ein wichtiges Anliegen. Bereits im vergangenen Jahr wurden bei der Festrede von Hubert Aiwanger auf der Köferinger Kirchweih entsprechende Forderungen nach einer Anhebung der Umsatzgrenzen laut. Wir haben das Thema seither konsequent weiterverfolgt und wollen jetzt konkrete Verbesserungen für unsere Vereine erreichen“, so Heinisch.
Insbesondere bei großen Vereinsfesten, beispielsweise Feuerwehrfesten, müsse aus Sicht des Abgeordneten angesetzt werden: „Vereinsfeste sind gelebtes Ehrenamt und gehören zu Bayern wie unsere Vereine selbst. Es kann nicht sein, dass ausgerechnet diejenigen, die mit viel persönlichem Einsatz solche Veranstaltungen auf die Beine stellen, anschließend mit zusätzlicher Bürokratie und steuerlichen Pflichten belastet werden“, erklärt Heinisch.
Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion will daher unter anderem Steuerbefreiungsmöglichkeiten für Umsätze im Rahmen von Vereinsfesten prüfen und die Verpflichtung zur zeitnahen Mittelverwendung und die damit verbundenen bürokratischen Lasten abschaffen.
„Wir brauchen weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in diejenigen, die sich vor Ort für unsere Gesellschaft einsetzen. Ob im Sportverein, bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst oder in anderen ehrenamtlichen Organisationen: Bayern lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Dieses Engagement müssen wir stärken – nicht erschweren“, betont Heinisch abschließend.