1,2 Millionen für den Landkreis Neumarkt durch Erneuerbare - Erneuerbare Energien stärken kommunale Haushalte

09.09.2026 – Regensburg / Neumarkt

Erneuerbare Energien leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Energieversorgung, sondern stärken auch die finanziellen Spielräume der Kommunen vor Ort.
 
Die Regensburger Firmengruppe WINDPOWER hat in den Jahren 2023 und 2024 an Standort- und Nachbargemeinden ihrer Erneuerbare-Energien-Projekte einen Betrag in Höhe von knapp 600.000 Euro an kommunaler Beteiligung geleistet. Der Großteil dieser Zahlungen ging in den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, wo sich der Großteil der firmeneigenen Kraftwerke befindet. Für die Gemeinden im Landkreis Neumarkt bedeutet das – inklusive Gewerbesteuern – über den Zeitraum der zwei Jahre, Einnahmen von ca. 1,2 Millionen Euro.
 
Grundlage für die kommunale Beteiligung ist § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Demnach können Betreiber von Windkraft- und Photovoltaikanlagen den Standortkommunen freiwillige Zahlungen von bis zu 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde leisten.
 
Bei Windenergieanlagen beträgt der Umkreis der zu beteiligenden Gemeinden an einem Projekt 2.500 Meter (2,5 Kilometer), gemessen ab der Turmmitte.

Bei Photovoltaikanlagen ist primär das Gemeindegebiet maßgeblich, auf dem die Anlage errichtet wurde. Liegen die Gebiete mehrerer Gemeinden innerhalb des 2,5-km-Radius, bietet der Betreiber allen darin enthaltenen Kommunen eine Beteiligung an. Die Auszahlung erfolgt anteilig, je nachdem, wie viel Fläche der jeweiligen Kommune in diesen Radius fällt. 
 
Das Besondere: Die Mittel sind nicht zweckgebunden und können von den Gemeinden frei verwendet werden – beispielsweise für Infrastrukturmaßnahmen, soziale Einrichtungen oder kommunale Projekte.
 
„Erneuerbare Energien schaffen einen Mehrwert für die gesamte Region. Deshalb ist es uns wichtig, dass die Standortgemeinden unmittelbar von unseren Projekten profitieren“, sagt Sarah Dietl, kaufmännische Leiterin bei WINDPOWER. „Für das Jahr 2030 setzen wir uns das Ziel, jährlich rund einen Betrag von einer Million Euro an kommunaler Beteiligung an die Standortgemeinden zu überweisen.“
 
Mit der Inbetriebnahme weiterer Projekte werden künftig zusätzliche Zahlungen hinzukommen. So werden die geplanten Solarspeicherparks in Pilsach (LKR Neumarkt i. d. OPf.) und Regenstauf (LKR Regensburg) nach ihrer Inbetriebnahme jährliche Kommunalabgaben in Höhe von geschätzt rund 60.000 Euro beziehungsweise 70.000 Euro generieren.

Auch die Gemeinde Lappersdorf (LKR Regensburg) profitiert künftig von zusätzlichen Einnahmen: Für den bestehenden Solarpark „Benhof“ werden nach Abschluss der entsprechenden Vereinbarungen kommunale Beteiligungen in Höhe von geschätzt 11.000 Euro pro Jahr geleistet.
 
Die Zahlungen werden zunächst von den jeweiligen Betreibergesellschaften der Firmengruppe WINDPOWER vorfinanziert. Eine teilweise Erstattung erfolgt – abhängig von der Marktprämie – rückwirkend durch die zuständigen Netzbetreiber, hier die Bayernwerk Netz GmbH.
 
Neben diesen Zuwendungen profitieren die Standortgemeinden zusätzlich von Gewerbesteuereinnahmen und weiteren wirtschaftlichen Effekten wie lokal vergebender Gewerke.

Die Gemeinden Berching, Deining und Pilsach im Landkreis Neumarkt zählen zu den Kommunen, die bereits seit Jahren von den regionalen Wertschöpfungseffekten der Erneuerbare-Energien-Projekte profitieren.
 
Beispielhafte Zahlungen für die kommunale Beteiligung:

    •    Pilsach (neue Solarspeicherparks): ca. 60.000 Euro pro Jahr
    •    Regenstauf (neue Solarspeicherparks): ca. 70.000 Euro pro Jahr
    •    Lappersdorf (Solarpark Benhof): ca. 11.000 Euro pro Jahr
 
Detailinformationen zu den Zahlungen an die einzelnen Gemeinden finden sich auch in den aktuellen Ausgaben der jeweiligen Mitteilungs- bzw. Gemeindeblätter, beispielsweise unter folgendem Link im Mitteilungsblatt der Gemeinde Deining: https://deining.de/download/a9c03lkk0o3l2fltlv584mfkoe1/Ausgabe%20162.pdf

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