EU-Haushalt ab 2028: Bauernverband kritisiert pauschalen Kürzungswünsche der Bundesregierung
03.08.2026 – München
Felßner: Wer es mit der Landwirtschaft und ihrer Unterstützung ernst meint, darf nicht auf EU-Ebene Kürzungen in allen Bereichen fordern
Anlässlich der immer wieder wie erst kürzlich in Dublin vonseiten des Bundeskanzlers geäußerten Forderungen nach Budgetkürzungen in allen Bereichen des zukünftigen EU-Haushalts ab 2028 bekräftigt der Präsident des Bayerischen Günther Felßner: „Agrarpolitik ist europäisch. Die EU muss auch künftig solide finanziert werden. Damit werden Ernährungssicherung, starke ländliche Räume und freiwillige Zusatzleistungen beim Klima-, Umwelt- und Naturschutz finanziert. Dafür braucht es vor allem ein verbindliches Agrarbudget mit 500 Milliarden Euro für die nächsten sieben Jahre, was zur Ernährungssicherung der 450 Millionen Menschen in der EU beiträgt. Runtergerechnet sind dies Kosten von rund 43 Cent pro Tag und Europäer, was es uns Wert sein sollte.“
Der Bayerische Bauernverband steht zur Europäischen Union: Aber nur eine solide finanzierte EU gewährleistet Importunabhängigkeit und Sicherheit für Europa, was auch für die Bundesregierung eigentlich unbezahlbare Werte sind und sein sollten. Der EU-Finanzrahmen gerade für die Gemeinsame Agrarpolitik sollte auch als Investition betrachtet werden, die viele Folgeinvestitionen auslösen.