Ein Jahr Reha-Gruppe bei der Suchtberatung der Diakonie NAH e.V.

06.08.2026 – Neumarkt

Seit vielen Jahren bietet die Diakonie NAH e.V. in Kooperation mit anderen Suchtberatungsstellen eine Ambulante Rehabilitation Sucht (ARS) an. Vor einem Jahr wurde das Angebot um eine eigene Therapiegruppe erweitert, die seither wöchentlich in Lauf an der Pegnitz stattfindet. „Manche Klienten, die zu uns in die Beratung kommen und abstinent leben wollen, können sich nicht vorstellen, für mehrere Monate in eine Klinik zu gehen“, berichtet Hans Walcher, Sozialpädagoge und Gruppentherapeut am Standort Lauf. Er ist einer von vier ARS-Therapeuten der Diakonie NAH e.V., die an mehreren Standorten im Nürnberger Land und in Neumarkt Suchtberatungsstellen betreibt. Nadine Braun, psychologische Psychotherapeutin an der Suchtberatung in Neumarkt, erläutert: „Die ARS richtet sich an alkohol- und medikamentenabhängige Menschen ab 18 Jahren, die dauerhaft suchtmittelfrei leben möchten. Die Behandlung erstreckt sich in der Regel über 12 Monate und findet in Form von wöchentlichen Einzel- und Gruppensitzungen statt. Die ambulante Entwöhnungsbehandlung bietet Betroffenen die Möglichkeit, ihre erlernten Kompetenzen direkt in ihrem privaten und beruflichen Alltag umzusetzen.“ Im Gegensatz zu einer stationären Rehabilitation ermöglicht die ARS, im gewohnten Umfeld zu bleiben und therapeutische Veränderungen direkt im alltäglichen Leben anzuwenden. Die Einzelsitzungen finden je nach Wohnort in Lauf oder Neumarkt statt, die Gruppensitzungen in Lauf. „Es gibt einige wichtige Voraussetzungen für die ARS“, betont Hannah Bögler-Haas, Psychologin und Gruppentherapeutin in Lauf. „Voraussetzungen für die Behandlung sind u.a. die Fähigkeit zur dauerhaften Abstinenz unter ambulanten Bedingungen, ein ausreichend stabiles Lebensumfeld und die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an den Therapiesitzungen.“ Die einjährige Maßnahme soll es Klientinnen und Klienten ermöglichen, sich im Rahmen der Einzel- und Gruppensitzungen mit den Auslösern des eigenen Trinkens auseinanderzusetzen und Impulse zur Veränderung zu erhalten, so dass ein zufriedenes Leben ohne Alkohol langfristig gelingt. „Wir haben eine recht konstante Anzahl an Teilnehmenden. Wer Interesse an der Maßnahme hat, kann sich gern bei uns melden. Dann schauen wir gemeinsam, ob die ARS in Frage kommt“, so Hans Walcher. Die Kosten werden in der Regel von der Rentenversicherung übernommen. Die Suchtberatungsstellen der Diakonie NAH e.V. unterstützen beim Antragsverfahren.
 
Kontakt: Tel.: 09181/ 44 09 06 ,suchtberatung@diakonie-nah.de

 
 
Foto (Selbstauslöser Hannah Bögler-Haas):  Hannah Bögler-Haas und Hans Walcher

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