TOP 100-Award: Christian Wulff würdigt Guttenberger
09.07.2026 – Freystadt / Überlingen
Anerkennung für beeindruckende Innovationsleistungen: Christian Wulff gratuliert der Guttenberger GmbH aus Freystadt zum Sprung in die TOP 100. Die Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summit fand am Freitag, 26. Juni, in Heidelberg für alle Mittelständler statt, die am Jahresanfang mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet worden sind. Der frühere Bundespräsident und Ministerpräsident begleitet den zum 33. Mal ausgetragenen Innovationswettbewerb als Mentor. In dem wissenschaftlichen Auswahlverfahren überzeugte Guttenberger in der Größenklasse B (51 bis 200 Mitarbeiter in Deutschland) besonders in der Kategorie Innovationsprozesse und Organisation.

Foto: KD Busch/compamedia
In dem anlässlich der Auszeichnung veröffentlichten TOP 100-Unternehmensporträt heißt es:
Wie schafft es ein Unternehmen, evolutionäre Verbesserungen und die Entwicklung revolutionärer Technologiesprünge gleichermaßen voranzubringen? Dafür braucht es offene und transparente Prozesse sowie ein Gespür für die Bedürfnisse des Marktes. Die Guttenberger GmbH, ein führender Hersteller und Installateur von Lichtwerbeanlagen, ist in beiden Feldern vorbildlich. Er führt wöchentlich Runden zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess (kurz: KVP) durch und wagt sich gemeinsam mit Kunden und Hochschulen aber auch auf ganz neues Terrain.
Die Innovationsprozesse des Unternehmens untergliedern sich in drei Bereiche. Zum einen gibt es einen engmaschigen KVP, der von der Geschäftsführung aktiv begleitet wird und der zu beständigen Optimierungen der Abläufe führt. Andererseits identifiziert und forciert ein Technikzirkel aus fünf bis sieben Experten im ein- bis zweiwöchentlichen Abstand technologische Produkt- und Prozessinnovationen. Wichtige Innovationsimpulse kommen aber auch aus den Vertriebssitzungen, die etwa fünfmal pro Jahr stattfinden. Dort bringen die Vertriebsmitarbeiter Impulse aus Kundengesprächen und -projekten ein, die zu weiteren Verbesserungen und auch zu Neuentwicklungen führen.
Niederlassungen im gesamten Bundesgebiet
Der enge Kontakt zu den Kunden, er ist ein großes Plus des Unternehmens. Es installiert jede Woche etwa 150 Lichtwerbeanlagen im gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus und erhält dabei ständig Feedback. Dazu kommt: Das Unternehmen, das seinen Stammsitz in Freystadt in der Oberpfalz hat, verfügt bundesweit über insgesamt acht Niederlassungen. Die nördlichste davon befindet sich in Osnabrück, die östlichste in Dresden. Gerade diese regionale Präsenz sorgt dafür, dass die Guttenberger GmbH beständig das Ohr am Markt hat. Die breite Aufstellung ermöglicht auch den schnellen Rollout von Großprojekten, die Hunderte von Filialen in kurzer Zeit umfassen. Dies gehört zu den Alleinstellungsmerkmalen des Mittelständlers.
Kooperationen mit Hochschulen
Guttenberger treibt Innovationen nicht nur intern voran, sondern arbeitet auch eng mit Hochschulen wie dem Technologie Campus Cham der TH Deggendorf zusammen, um neue technologische Wege zu erschließen. In einem gemeinsamen Projekt wurden beispielsweise LEDs mit additiv gefertigten Linsen versehen. Diese sollen als Lichtverteilungskörper dienen, um dadurch mit weniger LEDs eine gleichmäßige Ausleuchtung zu erzielen. Für das Unternehmen war dies der erste Einsatz von additiver Fertigung – ein Verfahren, das künftig auch in weiteren Produktionsbereichen Anwendung finden könnte.
Zum Porträt geht’s auch hier: www.top100.de/die-top-innovatoren
Forschungsstärke und Innovationsfreude als entscheidende Kriterien
Im Auswahlprozess überzeugte Guttenberger die Jury insbesondere durch seine starke Forschungsarbeit im Bereich der additiven Fertigung, bei der neue Materialien, Verfahren und Anwendungen entwickelt und kontinuierlich optimiert werden. Darüber hinaus beeindruckte die hohe Innovationsfreude bei der Entwicklung individueller Werbeanlagen, die höchste Präzision, gestalterische Kompetenz und technisches Know-how vereinen.
Gleichzeitig punktet das Unternehmen mit einer ausgereiften Systembauweise für Markenauftritte in Serie, die effiziente Skalierbarkeit und konstant hohe Produktqualität ermöglicht. Ergänzt werden diese Stärken durch ein herausragendes internes Ideen- und Innovationsmanagement, das neue Impulse strukturiert erfasst, bewertet und in marktrelevante Lösungen überführt – getragen von einer engagierten und kreativen Belegschaft.
TOP 100: der Wettbewerb
Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mit 27 Forschungspreisen und über 200 Veröffentlichungen gehört er international zu den führenden Innovationsforschern. Mentor von TOP 100 ist der frühere Bundespräsident und Ministerpräsident Christian Wulff. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der Mittelstandsverband BVMW. Das Magazin manager magazin begleitet den Unternehmensvergleich als Medienpartner, das Magazin „ZEIT für Unternehmer“ als Kooperationspartner. Mehr Infos und Anmeldung unter www.top100.de.