Jurenergie eG macht Sommerlaune

08.07.2026 – Neumarkt

Hochsommerliche Temperaturen und Fußball-WM hielten die Mitglieder der Jurenergie nicht von der Teilnahme an der jährlichen Generalversammlung Ende Juni ab. Mit großem Interesse ließen sie sich von Vorstand und Aufsichtsrat über die aktuellen Entwicklungen ihres Engagements bei der nachhaltigen regionalen Energieerzeugung informieren.

Natürlich war auch der Klimawandel Thema beim informellen Austausch, verschärft er doch Fachleuten zufolge die derzeitige Hitzewelle in Deutschland und weiteren Teilen Westeuropas deutlich. Vor diesem Hintergrund fühlte es sich noch besser an, als Mitglied einer Bürgerenergiegenossenschaft Verantwortung für die Erzeugung von Sonnen- und Windstrom zu übernehmen und damit einen Beitrag zur CO2- Reduzierung zu leisten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wolfgang Fruhmann versprach den Mitgliedern der Genossenschaft in seiner Begrüßung weiterhin eine solide Geschäftsführung und zeigte sich überzeugt, dass die Dividendenausschüttungen der Jurenergie langfristig mit diversen Renditeversprechen anderer Akteure im Bereich der erneuerbaren Energien konkurrieren können.

Anschließend gab Vorstand Michael Vogel einen Überblick über das abgelaufene Geschäftsjahr und setzte sich dabei kritisch mit den politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen auseinander. „Ein dichtes Regelwerk und unzutreffende Behauptungen torpedieren Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien, die grundsätzlich konsensfähig wären“, so seine Einschätzung. Eine solide Projektplanung werde durch politische Vorhaben wie den Redispatch-Vorbehalt, aber auch durch überbordende Auflagen der Verwaltung enorm erschwert.

Auch Änderungen bei der Direktvermarktung stellen die Erzeuger erneuerbarer Energien vor zusätzliche Herausforderungen – denen sich die Jurenergie aber weiterhin mit viel Engagement stellen will. Weitere Optimierungen des Ressourceneinsatzes sind geplant, u.a. sollen durch den Einsatz von KI in den Bereichen Verwaltung und Finanzen Routineaufgaben automatisiert und so Kosten gesenkt werden.

Bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur für eine 20-jährige EEG-Förderung sehen Vorstand und Aufsichtsrat die Jurenergie dank einer verantwortungsvollen Finanzierungsplanung konkurrenzfähig.

In Verbindung mit einem Ausblick auf die kommenden Jahre beantwortete der Vorstand auch die häufig gestellte Frage nach Neu- oder Nachzeichnungen: Sie werden in größerem Umfang voraussichtlich 2028 möglich sein, projektbezogen auch vorher.

Der folgende TOP betraf den Jahresabschluss 2025 der Jurenergie eG. Die Bilanzsumme zum 31.12.2025 beläuft sich auf 10.796.076,85 €.

Nicht zuletzt dank einer konservativen Finanzierungsstrategie erwirtschaftete die Jurenergie eG 2025 einen Jahresüberschuss von rund 192.100 € nach Steuern. Die Erlöse, die zu einem Großteil durch Windkraft generiert werden, waren durch das durchwachsene Windjahr 2025 (meteorologisch eines der windärmsten Jahre der vergangenen Jahrzehnte) beeinträchtigt. Gute Erträge der PV-Anlagen sorgten nur teilweise für einen Ausgleich. Trotzdem konnten Vorstand und Aufsichtsrat der Generalversammlung für 2025 die Ausschüttung einer Dividende von 2,25 % vorschlagen, was einstimmig beschlossen wurde. Vom Jahresüberschuss werden jeweils 5 % in die gesetzliche und in die satzungsmäßige Rücklage eingestellt.

Nach der jährlichen Prüfung der Genossenschaft durch den Genossenschaftsverband (GVB) wurde der Jurenergie eG lt. Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Wolfgang Fruhmann auch 2025 wieder eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung, eine geordnete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, ordnungsgemäße Geschäftsführung und pflichtgemäße Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat testiert. Auch die internen Prüfungen durch den Aufsichtsrat verliefen durchwegs positiv. Der Aufsichtsrat nutzt umfassende Controlling- und Finanzplanungs-Tools, um belastbare Zahlen zur Festlegung von Zielmargen in den Ausschreibungsverfahren zu erhalten. Nur wenn diese Zahlen ergeben, dass eine Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann, beteiligt sich die Jurenergie an den Ausschreibungen für eine 20-jährige EEG-Förderung, deren Zusage Voraussetzung ist für den Baubeginn.

Mit dem vorletzten TOP wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet.

Abschließend betonte Michael Vogel die Bedeutung von Kooperationen und Netzwerken. Wie erfolgreich die Jurenergie dabei ist, zeigte die Einladung zum Genossenschaftstag im bayerischen Landtag - die Jurenergie war bei der Veranstaltung mit insgesamt 11 Genossenschaften aus den verschiedensten Tätigkeitsbereichen die einzige Bürgerenergiegenossenschaft.

Überzeugt davon, mit der Jurenergie einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten, verabschiedeten sich Mitglieder und Gremien in den Fußballabend.

Foto: Regina Weidinger

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